Akkukapazität hängt mit Zyklen zusammen. Aber das stimmt nicht was hier vorgekaukelt wird

Csf

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Moin zusammen, wahrscheinlich weiß der ein oder andere dass ich im Besitz einer nlba1 bin.

Damit kann man den Akku auslesen und zurücksetzen und so weiter und so fort.

In diesem Zusammenhang habe ich eine interessante Erfahrung gemacht:


Ich habe hier einen 61er Akku, der hat rund 400 Zyklen gelaufen und noch eine restgesundheit von ca 6%.

Ich habe leider kein Foto gemacht, dazu aber später mehr

Bei 400 Zyklen kann der Akku aber bei weitem noch nicht so defekt sein, zumindest meiner Meinung nach.

Hier wird einem ein ganz anderer Wert vorgegaukelt die Zellen sind noch lange nicht so fertig wie hier ausgespuckt wird.

Kalibrierung und so weiter hat natürlich überhaupt nichts gebracht. Der Akku hat kaum noch Strom aufgenommen.

Interessanterweise nachdem ich die Zyklen auf Null gesetzt habe hat der Akku auf einmal wieder 87% Gesundheit, lädt und funktioniert einwandfrei.

Das ist schon wirklich krass.

Ich finde das geht fast schon in Richtung dieser Geschichte mit den Tintenpatronen.

Es ist oftmals noch ein großer Rest vorhanden aber es wird einem vorgegaukelt dass die Patrone leer ist.

Genauso verhält es sich hier mit dem Akku.

natürlich kann man so einen Akku nicht weitergeben, der hat ja über 400 Zyklen gelaufen und gibt jetzt vor dass er null zyklen hat aber solche Akkus kann man durchaus wieder benutzen und ist nicht gezwungen gleich einen neuen zu kaufen!
 

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Die Zahlen sagen erst einmal gar nichts. Wie lange läuft der Akku im Akkubetrieb?

Edit: Ich kann beim Thema kein "OT" erkennen, darum verschoben von WSNP in Hardwareecke.
 
und das hast Du wie gemacht?
Nlba1
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Die Zahlen sagen erst einmal gar nichts. Wie lange läuft der Akku im Akkubetrieb?

Edit: Ich kann beim Thema kein "OT" erkennen, darum verschoben von WSNP in Hardwareecke.
Die Zahlen sagen auf jeden Fall was.
Ich hab neulich erst von einem anderen Mitglied einen Akku bekommen mit auch noch 0.6wh
Der hatte mit der selben Prozedur danach wieder über 10wh !
Und die sind auch so gelaufen
 
gerade gesehen, dass Du aus Niederbayern bist - nicht zufällig irgendwo in der Nähe von Straubing, denn dann würde ich Dich glatt mal mit meinem X1E heimsuchen wenn wir wieder mal bei meinen Schwiegereltern sind 😁
Ich schreib dir
 
Man kann allen Interessierten nur davon abraten, dem BMS im eigenen Laptop-Akku auf diesem Wege einen Schraubenschlüssel über den Kopf zu ziehen, bloß weil man das Gefühl hat, der Akku müsse noch gut sein. Die Brandgefahr ist real.
 
Das BMS pendelt sich im Zusammenspiel mit den Zellen ganz normal wieder ein, so wie es beim kalibrieren des Akkus auch passiert.
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Man kann allen Interessierten nur davon abraten, dem BMS im eigenen Laptop-Akku auf diesem Wege einen Schraubenschlüssel über den Kopf zu ziehen, bloß weil man das Gefühl hat, der Akku müsse noch gut sein. Die Brandgefahr ist real.
Wie auch beim Elektrofahrrad, deinem Handy, jedem Elektroauto und sonstigem wo Akkus verbaut sind..

Wie viele selbst gebaute powerwalls es für PV Anlagen gibt mit zig tausend verbauten 18650 Zellen wo auch ins BMS eingegriffen wird.

Ich mach's und freue mich über einen funktionierenden Akku. Die Zellen haben alle einen super innenwiderstand, sonst hätte ich es ohnehin nicht gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann allen Interessierten nur davon abraten, dem BMS im eigenen Laptop-Akku auf diesem Wege einen Schraubenschlüssel über den Kopf zu ziehen, bloß weil man das Gefühl hat, der Akku müsse noch gut sein. Die Brandgefahr ist real.

Die Brandgefahr bei Akkus entsteht durch mechanische, chemische oder thermische Belastung, die die chemische Zusammensetzung der Akkuzellen und damit die Energiedichte punktuell verändert und einen lokalen Kurzschluss auslöst.

Die Brandgefahr wird bestimmt nicht dadurch steigen, dass man die Zyklenanzahl der Aufladungen verändert. Die Brandgefahr eines Fahrzeugs steigt auch nicht dadurch, dass man den Kilometerzähler manipuliert.

Dagegen ist das Szenario, nach einer bestimmten Zyklenanzahl den Kunden zum Kauf eines neuen Akkus zu animieren, relativ real. Man nennt es geplante Obsoleszenz. Ob das nun auch auf diese ThinkPad-Akkus aus verschiedenen Jahrzehnten zutrifft, müsste noch extra nachgewiesen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich recht viel mit Li-Ion Akkus beschäftigt.
Die Alterung über die Anzahl der Zyklen, das ist ein Faktor, der den Akku altern lässt.
Der andere große Faktor im Raum, ist die kalendarische Alterung und der 3. Faktor, ist die Belastung, beim Entladen, aber viel wichtiger, beim laden des Akkus.

Li-Ion Akkus altern, sobald sie produziert wurden, werden sie älter, schlechter und verlieren kontinuierlich an Leistung (Innenwiederstand wird höher, entnehmbare (!) Kapazität nimmt ab)
Um die Alterung zu beschleunigen lasse den Akku am besten ganz leer oder ganz voll in warmen Umgebungen liegen.
Um die Alterung zu reduzieren, lagere ihn am besten nahe bei 50% Kapazität im Kühlschrank (Truhe sollte theoretisch auch gehen, aber wenn das Elektrolyt gefriert, ist auch keinem geholfen, das passiert aber nicht bei 0°C, sondern darunter ;))

Was Li-Ion Akkus ebenfalls nicht mögen, je kälter sie sind, schnell geladen zu werden.
Aber hier macht die Chemie einen wesentlichen Unterschied.
Die ersten Li-Ion Akkus auf Basis der NMC-Kathode, sind wesentlichen empfindlicher bezüglich schneller Ladung und aufladen bei niedrigen Temperaturen, als noch Akkus auf Basis von einer LCO-Kathode.


Und noch ein anderer Faktor.
Im Grunde hat Dein Akku noch immer die gleiche Kapazität wie am Anfang,
Es ist nur die Frage, ob der Akku, dies noch geleistet bekommt.
Denn der Innenwiderstand des Akkus dürfte mittlerweile so hoch sein, dass die Spannung bei einer höheren Last merkbar einbricht und das System davon ausgeht, dass der Akku bereits leer ist.

Daher ist die große Frage, mit was für einer Last Du den Akku gestest hast.
Hast Du eine Kurve von der Entladung, oder nur die Werte, aus dem Bild aus Deinem Post?
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Achso,
noch eine Ergänzung.
Mit einem X220, einem passenden 9-Zeller, und tlp.
Bin ich zu der Auffassung gekommen, dass die Akkus, nicht einzelnen Spannungsunterschiede der Zellen ausgleichen können, sondern lediglich Sorge dafür trägt, die Zellen vor Überladung und Unterladung zu schützen, was auch ebenfalls wieder merklich die entnehmbare Kapazität reduziert, wenn eine Zelle extrem driftet.
 
@Csf Wenn du die Zyklen auf Null setzen kannst und der Akku wieder 87% hat, dann setz doch nachträglich den Zyklenwert wieder auf 400 Zyklen.

Was passiert dann?

Ich wollte auch noch ein paar Fragen zum Nlba1 klären.
Leider ist Niederbayern nicht so mein "Aufenthaltsgebiet", ansonten wäre ich gerne mal persönlich vorbei gekommen um mal "ein paar" Akkus zu testen.
 
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