China: Lenovo & Co "verlängern" Support für XP

andy

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Für alle die Ihr altes System mit XP noch weiter nutzen möchten gibt es eventuell doch noch Support ... ob der Support nur in China angeboten wird oder auch weltweit geht aus dem Artikel noch nicht hervor ...
Weitere infos bei WinFuture
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, Sicherheitsupdates gibts nicht. Nur Support in der "Anwendung" und Hilfe beim Wechseln.
Also nicht wirklich etwas zum weitermachen.
 
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele den Umstieg auf ein neues Betriebssystem nicht schaffen und somit zukünftig gemeingefährlich im Internet unterwegs sind (was auch schon vorher für viele XP-Maschinen mit Adminrechten galt). Ich mein, es mag schon den einen oder anderen geben, der bisher noch gute Gründe für Windows XP hat (alte Software, etc.), aber der Großteil sollte absolut problemlos umsteigen können. Die, die jetzt überrascht sind, dass der Support vorbei ist, tun mir zumindest nicht leid. Dass Windows XP nicht ewig supported wird, war klar und der Endtermin lange genug festgestanden.


Winfuture schrieb:
Die große Verbreitung illegal kopierter Versionen und die fehlenden Mittel für den Kauf neuer Ausgaben und die damit verbundenen Investitionen in neue PC-Hardware sind wohl die Hauptursachen für den weiterhin hohen Anteil an XP-Systemen.
...was bei mir die Frage aufwirft: Warum nicht Windows 7 wieder illegal kopieren? Ob nun Windows XP illegal oder Windows 7, das sollte prinzipiell keine allzugroße Rolle spielen. Auf der meisten Hardware, auf der bisher Windows XP läuft, sollte auch Windows 7 einigermaßen problemlos laufen.


Grüße
Thomas
 
So ist es. Support nur im Sinne von Updates für den Virenscanner und Hilfestellungen bei Problemen, insbesondere beim Umstieg auf ein neues System. Aber keine Updates für das System selbst. Also nichts wirklich neues eigentlich ^^

Ehrlich gesagt bin ich auch froh, wenn der XP Dinosaurier endlich mal zu Grabe getragen wird. Endlich keiner mehr, der bei mir IE6-Support für seine Homepage bestellt - möglichst aber mit "fancy" Effekten aus HTML5 und CSS3.
 
@thom53281:

Es gibt noch eine ganze Reihe von Gründen, bei XP gezwungenermaßen zu bleiben. Ich habe beispielsweise zwei Kunden aus der freien Wirtschaft, die mit Branchenlösungen arbeiten, die nicht unter Windows 7 lauffähig sind. Bei einem davon haben wir jetzt auf den Workstations eine besonders interessante Konfiguration, weil dieser Kunde auch noch eine alte 16 Bit-Anwendung unter DOS mit Clipper 5-Datenbank-Backend nutzt. Auf dessen Rechnern läuft nun unter Windows 7 64 Bit eine Virtual PC-Maschine mit Windows 7 32 Bit (für die DOS-Anwendung) und zusätzlich eine VirtualBox-Maschine mit Windows XP SP3 (für das WWS-System). Als Backend auf den Datenbank-Servern laufen der MS SQL-Server 2005 und die Clipper 5-Maschine. Ich habe nun auch noch eine Z400-Maschine als zentralen Proxy unter Zeroshell mit AV-Scanner vorgeschaltet, um eine zusätzliche Sicherheitsstufe einzubauen. Seither fragt mein Kunde immer ganz ängstlich, was wohl passiert, wenn das mal abschmiert und ich nicht kurzfristig vor Ort sein kann.

Gruß
enrico65
 
Ja, ich sage doch auch, dass es noch einige Maschinen gibt, die noch bei Windows XP bleiben müssen. Sinnvollerweise sollte man diese aber komplett vom Internet trennen, da diese de facto sonst nicht mehr sicher zu betreiben sind. Egal wie viele Virenscanner und Firewalls man vorschaltet, das Grundproblem bleibt und wird auch immer bleiben.

Aber der Großteil - also die ganzen Ottonormaluser können imho vollkommen problemlos auf Windows 7 umstellen.


Grüße
Thomas
 
@enrico65: das klingt alles ziemlich gruselig. Insbesondere die DOS Anwendung zeigt aber, dass manche Leute das Problem immer wieder haben werden. Solange es funktioniert, macht man sich keinerlei Gedanken über die Zukunft und darüber, dass sich Technik nun einmal weiterentwickelt und man mit so etwas nicht stehenbleiben kann.

Besonders lustig für deinen Kunden wird so etwas insbesondere dann, wenn du aus irgendwelchen Gründen gar nicht mehr vor Ort sein kannst. Den Dienstleister will ich sehen, der das mal eben übernimmt und weiter unterstützt.
 
ich verstehe die ganze panikmache nicht
grob geschätzt dürften 2/3 der heimusergeräte seit dem kauf keine updates erfahren haben
weil jetzt kleinweich den support einstellt werden die auch nicht schlagartig unsicherer

wobei "sicher" bei einem betriebssystem grundsätzlich relativ ist
und die neuen "ultrasicheren" nicht umsonst monatlich nachgebessert werden

achja - so aussagen wie "gemeingefährlich" erwarte ich eigentlich eher von microsoftpropagandamitarbeitern
oder willfährigen rtl-reportern

gruß wursti
 
ich verstehe zumindest die Aussagen zu DOS-Anwendungen nicht ganz - wenn ein Produktivsystem unter DOS prima seine Datenbanken verwaltet, eine CNC-Fräse top bedient oder die Rechnungen ausdruckt - welcher technische Fortschritt ist dann zwingend, das auf eine Klickibunti-Oberfläche zu portieren?? Die Wahl der Mittel sollten doch dem Ergebnis angemessen sein. Die wechselseitige Aufrüstung von Hardware und Software um Intel und Microsoft den Absatz zu erhalten hatte ich noch nie kapiert. Wäre das INet nicht mit Werbung überfrachtet würde dem Großteil der Anwender immer noch locker ein 486er ausreichen - für Word, Excel und Email hat das vor 20 Jahren ausgereicht und tut es immer noch.

Für CAD, Rendering, Fotobearbeitung und Verwaltung großer Datenmengen kann ein Rechner nicht schnell genug sein, aber wenn ein System für den Verwendungszweck ausreicht, dann ist das unabhängig vom technischen Stand und dem weiteren Fortschritt. Ein Top-Gerät von 1995 ist immer noch genau so leistungsfähig wie seinerzeit - nur im direkten Vergleich mit aktuellen Produkten schwächelt es.

Ist nicht universal und bindend, aber ich finde es überhaupt nicht verwunderlich, dass noch einige Systeme produktiv und nutzbringend unter DOS laufen...
 
Ich hab kein Problem mit alter Software. Das Problem taucht auf, wenn die alte Hardware irgendwann den Geist aufgibt und das machen PCs irgendwann nun mal. Dann kommt neue Hardware, auf der die historische Software nicht mehr läuft.
Oder man lagert genug Museums-Hardware vorher ein.

Es gibt aber noch kleine Unterschiede zwischen Maschinensteuerungen und Embedded-Systemen oder einer im Office genutzten Warenwirtschaft.
 
ich verstehe die ganze panikmache nicht
grob geschätzt dürften 2/3 der heimusergeräte seit dem kauf keine updates erfahren haben
weil jetzt kleinweich den support einstellt werden die auch nicht schlagartig unsicherer

wobei "sicher" bei einem betriebssystem grundsätzlich relativ ist
und die neuen "ultrasicheren" nicht umsonst monatlich nachgebessert werden
okay, 2/3 ist etwas übertrieben(ich würde die Rate eher auf 1/3 festlegen)
Ansonsten stimme ich in dieser hinsicht völlig zu :D
Zur Zeit ist ein XP mit allen verfügbaren Updates und aktueller Virenschutz und Firewallösung noch sicherer,
als ein Windows 7 Rechner der nach zwei Jahren erstmalig an's Internet angedockt wird oder bei dem automatische Updates aufgrund irgendeiner Inkompatibilität vor zig Monaten deaktiviert wurden :facepalm:.
(Worte die ich ernsthaft mit anhören musste: "Habe meinen Laptop vernichtet, weil er kaputt war.[...] War wohl ein Virus, hab ich mir sicher über irgendwelche Windows Updates eingefangen!"
00008861.gif
)
Nach 4-5 Monaten sieht das sicherlich anders aus, aber die aktuelle Panikmache finde auch ich etwas übertrieben.
 
wobei "sicher" bei einem betriebssystem grundsätzlich relativ ist
und die neuen "ultrasicheren" nicht umsonst monatlich nachgebessert werden
Gerade das macht diese Betriebssysteme erst sicher. Software wird von Menschen programmiert. Menschen machen Fehler. Ständig. Dabei ist es auch vollkommen egal, ob Windows, Linux oder Mac, alle unterliegen dem Problem "Mensch".

Lücken werden nicht irgendwann im Monat an einem bestimmten Tag bekannt, sondern immer mal wieder. Damit das System wirklich sicher ist, muss man also schnellstmöglich nach Bekanntwerden diese Lücken stopfen. Durch die hohe Komplexität eines modernen Betriebssystems kann es daher sein, dass man täglich Lücken zu stopfen hat. Das ist auch an sich gar kein Problem - nein, das ist sogar gut.

Problem ist nun, dass der gemeine Ottonormalanwender denkt: Hier wird ständig nachgebessert, bekommt man das System nicht mal endgültig sicher? Microsoft hat daher einen anderen Weg eingeschlagen und liefert Updates nur noch einmal im Monat aus, am sogenannten Patchday. Gefühlt, fühlt sich der Ottonormalanwender unter einem solchen System deutlich sicherer. Es gibt nur monatlich etwas zum Nachbessern, also muss das System besser sein als eines, bei dem täglich nachgebessert wird. Ein Trugschluss!

Bei Microsoft liegt eine Lücke daher im schlechtesten Fall 29 Tage ohne Patch herum. Unter Linux wird sie schnellstmöglich behoben.

ich verstehe zumindest die Aussagen zu DOS-Anwendungen nicht ganz - wenn ein Produktivsystem unter DOS prima seine Datenbanken verwaltet, eine CNC-Fräse top bedient oder die Rechnungen ausdruckt - welcher technische Fortschritt ist dann zwingend, das auf eine Klickibunti-Oberfläche zu portieren??
Keinen. Aber das ist auch gar nicht das Problem, solange die Systeme offline benutzt werden. Problematisch wird es erst, wenn diese Systeme (so wie bei Windows XP jetzt) massenweise am Internet hängen. Denn dort kann man ein solches System de facto nicht mehr sicher betreiben.

...aber die aktuelle Panikmache finde auch ich etwas übertrieben.
Lieber jetzt ein Aufschrei, damit es möglichst viele merken und umsteigen als dass sie in ein paar Monaten alle auf die Schnauze fliegen.


Grüße
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Microsoft liegt eine Lücke daher im schlechtesten Fall 29 Tage ohne Patch herum. Unter Linux wird sie schnellstmöglich behoben.
An dieser Stelle erlaube ich mir einmal, den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia zu zitieren (auch wenn ich diese sonst für wenig zitierwürdig halte):
"Microsoft stellt Patches für gefährliche Sicherheitslücken auch außerhalb der Patch Days bereit, um das Gefährdungspotential gravierender Sicherheitslücken zu minimieren" :whistling:
 
Aber der Großteil - also die ganzen Ottonormaluser können imho vollkommen problemlos auf Windows 7 umstellen.
meine Arbeit in einem Computertreff zeigt mir, dass der Großteil der Ottonormaluser genau das nicht kann; die können den Rechner ein- und ausschalten und ins Internet gehen; das wars dann
 
"Microsoft stellt Patches für gefährliche Sicherheitslücken auch außerhalb der Patch Days bereit, um das Gefährdungspotential gravierender Sicherheitslücken zu minimieren" :whistling:
Tja, und was ist "gefährlich"? Das nicht. Das auch nicht. Das ebenfalls nicht.

Eine Sicherheitslücke muss erstmal großflächig ausgenutzt werden, damit Microsoft erst überhaupt daran denkt, diese abseits vom Patchday zu beheben.

die liegt jahrelang rum bis sie von offiziellen stellen entdeckt und gefixt wird
Ich hätte da vielleicht noch dazuschreiben sollen, dass ich von bekannten Sicherheitslücken rede.

meine Arbeit in einem Computertreff zeigt mir, dass der Großteil der Ottonormaluser genau das nicht kann; die können den Rechner ein- und ausschalten und ins Internet gehen; das wars dann
Aber sie könnten umstellen lassen. Natürlich kann Oma X nicht ihren Rechner selbst auf Windows 7 umstellen, ich dachte eigentlich dass das klar ist. Aber von dem, was mit dem Rechner getan wird, kann man problemlos auf Windows 7 umstellen.


Grüße
Thomas
 
Ich hätte da vielleicht noch dazuschreiben sollen, dass ich von bekannten Sicherheitslücken rede.

du solltest von offiziell bekannten sicherheitslücken reden
daß das loch noch nicht in den nachrichten war bedeutet nicht, daß das loch nicht vom jemand schon genutzt wird

ultraschnelle patches sind nett um sich in sicherheit zu wiegen
die 10.000 löcher die ein system hat sind aber großteils schon von anfang an vorhanden
 
Tja, und was ist "gefährlich"? Das nicht. Das auch nicht. Das ebenfalls nicht.

Eine Sicherheitslücke muss erstmal großflächig ausgenutzt werden, damit Microsoft erst überhaupt daran denkt, diese abseits vom Patchday zu beheben.
Dass das nicht immer der Fall ist, ist mir natürlich bewusst.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es nicht allgemeingültig zutrifft, dass Updates nur noch ein Mal im Monat ausgeliefert werden. Grund für die Einführung des Patch Days war übrigens meines Wissens nach nicht die Erhöhung des subjektiven Sicherheitsempfindens für den Anwender ;)
Unter Linux wird sie schnellstmöglich behoben.
Dazu bedarf es aber natürlich ebenfalls erst einmal einer Entdeckung dieser Sicherheitslücke - dass das auch bei Open Source nicht unbedingt immer rasend schnell geht, dürfte inzwischen bekannt sein.
Lieber jetzt ein Aufschrei, damit es möglichst viele merken und umsteigen als dass sie in ein paar Monaten alle auf die Schnauze fliegen.
Auch wenn das jetzt natürlich ein klein wenig gemein klingen mag und ich das den Betroffenen eigentlich nicht wünsche: Wenn in einigen Monaten viele Nutzer von Windows XP auf die Schnauze fliegen würden, weil eine Sicherheitslücke im großen Stil ausgenutzt werden würde, dann wäre dies in vielen Fällen - Ausnahmen wie bestimmte Anwendungen oder Hardware, welche Windows XP benötigen, einmal ausgenommen - verdient, denn das Ende von Windows XP war nun wirklich nicht plötzlich und unerwartet.
 
Trotzdem, eine Schwachstelle die sofort behoben wird, ist besser, als eine Schwachstelle die noch einen weiteren Monat herumliegt.

@ wursti
Übrigens gibt es auch genügend Sicherheitslücken, welche nicht von Anfang an vorhanden sind. Patches schließen Lücken, machen aber unter Umständen neue Lücken auf. Updates bringen neue Funktionen und damit auch neue Lücken. Ein gutes Beispiel dafür ist beispielsweise die aktuelle SSL-Lücke. Die gibt es erst seit ein paar Jahren. Ist mit einem Update gekommen und jetzt mit einem weiteren Update wieder verschwunden.


Grüße
Thomas
 
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