Hat die Wärmeleitpaste bald ausgedient? Wärmeleitpads statt Wärmeleitpaste - und Liquid Metal

Csf

Rather active member
Themenstarter
Registriert
17 Okt. 2020
Beiträge
1.402
Hier der Anstoß zu einer Diskussion.

AMD verwendet bereits wärmeleitpads statt Wärmeleitpaste

Hier nachzulesen im Artikel

Bzw hier ein Auszug:

Nicht ohne Grund setzen auch einige Grafikkartenhersteller mittlerweile auf Wärmeleitpads auf den Grafikprozessoren. Besonders die AMD RX 9070 und RX 9070 XT gibt es von einigen Herstellern ab Werk ohne Wärmeleitpaste mit einem derartigen Wärmeleitpad. Aber auch bei CPUs schwenkt AMD anscheinend um, denn eine brandneue CPU liefert der Hersteller aktuell mit einem mitgelieferten Wärmeleitpad aus!

https://share.google/V5rKCrCPdiG8HTC1T
 
Die beiden L14 waren rund 5 Jahre auf Flüssigmetall, bis ich sie damit abgegeben habe.

Das zweite wurde nur einmal zwischenzeitlich mit etwas Flüssigmetall nachgebessert, weil es von Anfang an einen Hotspot auf 2 der 8 CPU Kerne hatte, ungleichmäßig aufgetragen halt.

Das T15g Gen 2 habe ich mit Flüssigmetall übernommen, kam ab Werk natürlich ohne, ist schon einige Jahre drauf, kurz nach dem Kauf, müssten also auch schon ca. 5 Jahre sein.
Einen Ersatzkühler dafür kaufe ich mir nicht, zu teuer.
Das Nachschmieren hat bei mir nicht wirklich etwas gebracht, habe das in Summe schon 3x gemacht seitdem ich es habe, mal mehr mal weniger Hotspots auf 2 Kernen, das verschlechter das Ergebnis natürlich ganz stark. Hier könnte ein Anschleifen des Kühlers helfen, was ich aber nicht machen werde, da ich nicht plan schleifen kann.
Wir reden hier allerdings von ca. 100 W Dauerlast auf einem Mini-Intel-DIE, welcher im Vergleich deutlich weniger Fläche hat, als die AMD APUs im L14 / T14s Gen 1. Die Größe ist wie z.B. beim i7-8565u, also winzig.

Bei den X390ern (hatte mehrere) ist das FM teilweise schon 2-3 Jahre drauf, keine Probleme.
Mein L14 Gen 1 wurde Jahrelang damit gequält, teilweise mit TDPs über 50 Watt.. die Leistung hatte etwas nachgelassen über die Jahre, war aber noch immer besser, als ursprünglich mit Wärmeleipaste (siehe Thread in Signatur).

Haben denn deine Vergelichskühler auch den gleichen Lüfter und die gleiche FRU? Bei den x20/x30er Modellen gab es doch mehrere Ausführungen, mit 2-3 Heatpipes, Deltalüfter etc.
Die hatten schon ab Werk deutlich unterschiedliche Performance.

Würde ich Flüssigmetall weiterhin einsetzen, wenn PTM7950 auch reicht? Nein

Reicht PTM7950? Nein :D

Selbst mein T14s Gen 1 AMD geht mir damit auf dem Keks, nicht weil es überhitzt bei Dauerlast, sondern weil die Temperatursprünge zu stark sind und die Kühlung nicht so gut, das werde ich bald noch auf FM umrüsten, falls ich es behalte.

EDIT:

Beispiel am T14s Gen 1 AMD zugeklappt: CPU Volllast ca. 80-82 Grad auf allen 8 Kernen und 15W TDP (Standardlimit wohl).
2 Kern Boost (4 Threads) -> 2 Kerne konstant bei 96 Grad, Lüfter auf maximaler Stufe, ca. 15 Watt TDP, bei einem Kern 11 Watt TDP.

und genau hier mildert Flüssigmetall deutlich besser als PTM7950, nach dem Wechsel schätze ich werde ich ca. 90°C bei 15 Watt TDP auf einem Kern haben, wenn überhaupt.

Muss ich wohl doch mal umbauen, der 1 Core Boost nervt nämlich bzgl. des Lüfters, trotz ThinkFan // TPFanControl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Punkt mit dem Lüfter, ist mir auch in de Kopf gekommen, der neue Lüfter, den ich im T530 verbaut habe, ist ein Delta Lüfter, vorher war ein anderer, die hat eine andere Kurve mit Drehzahl, etc.
Ist mir leider zu spät aufgefallen, aber das macht zu 100% einen Unterschied.
Der Delta-Lüfter hat sein Maximum wohl bei 4800 U/min, während der andere Lüfter bis 6200 U/min gedreht hat.

Ich bin absolut bei Dir, FM ist echt super, da kann normale WLP und auch ein PTM nicht mithalten.
Aber wenn sich jetzt wirklich auch bei den anderen Notebooks von mir zeigt, dass die Leistung über die Jahre unter die Leistung von guter WLP sinkt, ist die Langzeitstabilität leider nicht vorhanden und da dann gleich die ganze Kühlereinheit getauscht werden muss....

Wenn man ein Notebook nur 3-5 Jahre nutzen möchte, kann man gerne den Kompromiss eingehen, aber mir ist es das nicht wert.
Daher werde ich das noch weiter beobachten testen, vergleichen und sofern ein Interesse besteht, die Ergebnisse auch hier im Forum teilen.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob diese 3-5 Jahre bei modernen Flunder-Notebooks ein Maß aller Dinge sind. Wir reden ja eher von fast 15 Jahre alten Kühlern einer ganz anderen Geräteklasse, unabhängig davon, dass das Flüssigmetall noch nicht so lange drauf ist.

Ich möchte weder FM als Allheilsbringer verteidigen, noch dagegen sein, bisher kann ich deine Erfahrungen - bei deutlich moderneren Geräten - nicht nachvollziehen.

@Sir Charles82 wie läuft denn das L540 mit Quadcore, das Flüssigmetall drauf hat, außer dass der zweite RAM Slot kaputt ist? Das hat doch auch schon fast 3 Jahre das Zeug drauf, wenn ich mich nicht irre?

Mein T14 Gen 5 AMD ist auch unauffällig, das hat seit ca. 1 3/4 Jahren FM drauf, nie nachgeschmiert.
 
Die Kühler die Lenovo verwendet sind halt einfach von Haus aus unterdimensionert. Sprich: Nicht gut genug. Da helfen auch keine Schlangenölsuperwärmeleitpasten oder NASA materialien... Ich bleibe bei normaler paste und wärmeleitpads und mache kleinere mods wie zum beispiel pads zwischen kühler und wanne um dann mit nem notebookkühler die so abgeleitete wärme ebenfalls abzulüften
 
Die Kühler die Lenovo verwendet sind halt einfach von Haus aus unterdimensionert. Sprich: Nicht gut genug.
Naja, die Hitzeabfuhr wird trotzdem deutlich besser, selbst bei unterdimensionierten Kühlern.

X390 / X13 Intel Gen 1 kriegt man mit Flüssigmetall auch bequem auf 35-40 Watt für einige Minuten, bis irgendwann - aufgrund der Unterdimensionierung - das ganze Gerät ziemlich heiss wird und es nur noch ca. 30-35 Watt sind.
Mit PTM7950 nicht im Ansatz möglich, wenngleich die Ergebnisse auch schon deutlich besser als mit WLP sind.

Jeder so wie er mag, jedenfalls kann hier nicht die Rede von Schlangenöl oder Ähnliches sein, rein technisch und faktisch ist die Wärmeableitung deutlich besser, Punkt.
Ob jetzt auf Dauer durch Diffundieren, Austrocknen, whatever, ist halt unterschiedlich. Auch Wärmeleitpaste hält nicht ewig, meist nur ein paar Monate gut (so meine Erfahrung, habe aber auch keine Duratec Wärmeleitpaste genommen).

Viel interessanter finde ich aber z.B., dass PTM7950 mit "nur" 8,5 W/mK schon so gute Ergebnisse erzielt, was hat gute Wärmeleitpaste? 10-12 W/mK? Es ist wohl viel wichtiger, nur dort Wärmeleitzeugs zwischen zu haben, wo es benötigt wird.
PTM7950 soll durchs Einbrennen und Pumpen gut in die "Fugen" laufen.
 
Damals (TM) da brauchte mensch noch keine Zaubermittel mit mythischen Ingredienzen
die nur in Vollmondnächten mit geweihtem Spachtel in einem geheimen Ritual aufgetragen werden müssen um voll zu wirken,
da reichte das stinknormale weisse oem zeugs damit die temps nicht einmal den 2. Stock erreichten, anstatt wie heut durchs Dach zu gehen. :p

tuatalin01-jpg.503


Beim Screenshot auf dem Bild, btw aus diesem fred
bei dem ich mich immer noch frage ob die 1166/0 nicht bemerkt wurden oder so normal sind dass kein mensch ein Wort dran verschwendet,
da lief der T23 eine Weile(vmtl 2+h) mit CPU unter Last(wahrscheinlich prime/orthos)
während die S3 zu 99% im idle war, sonst wäre die Temperatur so bei 72/73°, mit damaliger guter Paste ca 3-4° niedriger.
 
Lese ich es richtig?
Das Flüssigmetall funktioniert, korrekt aufgetragen, eine kurze unbestimmte Zeit sehr gut. Niemand hat längere Erfahrungen als fünf Jahre, weil die Geräte ohnehin nach drei bis fünf Jahren weg kommen und dann eben der Nachfolger damit Probleme bekommt, oder vielleicht auch nicht. Das Flüssigmetall kann aber auch nur zwei Jahre gut funktionieren, siehe Startbeitrag.

Dem Strang entnehme ich, dass das Kupfer der Lüfter zerstört wird, weil sich das aggressive Zeug in diese einfrisst, so dass man einen neuen Lüfter für ein im Falle eines T530 14 Jahre altes Gerät benötigt. Erhält man keinen heilen kompletten Lüfter, kann man das T530 also auf den Sondermüll werfen.

Das ist doch Wahnsinn, Leute.
 
Jeder so wie er mag, jedenfalls kann hier nicht die Rede von Schlangenöl oder Ähnliches sein, rein technisch und faktisch ist die Wärmeableitung deutlich besser, Punkt.
Ob jetzt auf Dauer durch Diffundieren, Austrocknen, whatever, ist halt unterschiedlich. Auch Wärmeleitpaste hält nicht ewig, meist nur ein paar Monate gut (so meine Erfahrung, habe aber auch keine Duratec Wärmeleitpaste genommen).
Mit dem Schlangenölkommentar meine ich, dass die Leistungsunterschiede viel kleiner als die Preisunterschiede sind bei den meisten Wärmeleitpasten. Wärmeleitpaste Ja, Wärmeleitpad Ja, das hilft. Aber der Super Cryo Ultra Crocodile Professional Deepcool der über 3x mehr kostet leistet nicht über 3x mehr als eine günstigere Paste und 0,4°C sind jetzt nicht die Welt

Vergleiche Thermal Grizzly Duronaut 4950€ pro Kg und Arctic MX6 für 1265€ pro Kg als Extrembeispiel. Ein Kühler muss die Hitze abführen und das kann er nicht besser, wenn die Wärmeleitpaste teurer ist. In diesem Fall gewinnen wir ca. 0,5% Temperaturunterschied im Tomshardwaretest. Sowas halte ich für rausgeschmissenes Geld.

Zum Thema LM auf Cu hier ein gutes Video von Gamers Nexus:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

@Ravensberger
Ich stimme dir voll zu.
Siehe das Video ab ca. 10:30

Und folgendes Video:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Laut Threadersteller scheint das halt nicht nur eine Verfärbung zu sein, es sei denn ich hab was falsch verstanden

So wie es aussieht geht das Gallium mit dem Kupfer eine Verbindung ein und formt eine Schicht die man alle 1-2 Jahre relativ aufwendig entfernen sollte um die gewünschte Kühlleistung zu erhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt nicht alles im Detail gelesen, aber ich würde kein LM/FM mehr aktuell nutzen.
Wie ich das verstanden habe, bestand damals die Meinung das es mit einem Kupferkühler kein Problem geben sollte. Das hat sich im Laufe der Zeit wohl geändert. Nickelschicht ist dann wohl ein muss. So ungefähr mein Wissenstand.

Ich habe einem Gerät LM bis vor paar Tagen genutzt. Das Gerät wurde nur sehr selten genutzt und entwickelt dann zuletzt ein teilweise sehr komisch verhalten. Nach Neustart geht es nicht mehr an.. mehrfach. Ich habe dann einfach mal geschaut wie der Zustand vom LM ist und da war nichts mehr. Komplett trocken nur 2-3 spots die sich zu einer harten Platte zusammengeformt haben, die ich abplatzen musste. Hab nun ein Pad im Einsatz und seither alles wieder wunderbar und ruhiger. D.h. das Gerät hat nicht neu gestartet weil der ständig überhitzt war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damals (TM) da brauchte mensch noch keine Zaubermittel mit mythischen Ingredienzen
die nur in Vollmondnächten mit geweihtem Spachtel in einem geheimen Ritual aufgetragen werden müssen um voll zu wirken,
da reichte das stinknormale weisse oem zeugs damit die temps nicht einmal den 2. Stock erreichten, anstatt wie heut durchs Dach zu gehen.

tuatalin01-jpg.503


Beim Screenshot auf dem Bild, btw aus diesem fred
Ein Fred aus 02.2007 zu zitiren ist aber auch schon ein Historisches Kulturgut.😲🤭

Beim Thema WP/WLP/LM muss ich aber auch sagen, dass viel mehr Glaube als Kosten/Nutzenfaktor da mit reinspielt.

Ich selbst habe TPs/PCs die noch nie neue WP oder WLP bekommen haben und 15 Jahre und älter sind.
Anfang der 2000er habe ich mich auch mal zum MX2 überreden lassen.
Seit dem habe ich immer mit sehr günstigen NoName WP/WLP die Geräte gewartet.
Zu Anfang war die Motivation noch hoch und ich habe das ca. alle 1-2 Jahre gemacht.
In den letzten 10 Jahren habe ich das nur erneuert, wenn das Gerät aus irgendeinem Grund mal auf gemacht werden musste.
Die Performance ist deswegen jetzt aber nicht viel besser geworden.

Die Faktoren Lüfter, Heatpipe oder Wasserkühler haben da wesentlich bessere Ergebnisse erzielt.

Von LM habe ich bis jetzt immer die Finger gelassen.
Zu teuer
Zu Aufwändig
Wenig Nutzen

Banchmarks sind zwar schön und witzig aber bei mir muss sowas einfach im Alltag funktionieren.
 
Bei historischen Geräten war auch aufgrund der z.T. geringeren TDP, deutlich höherem Kühlvolumen und geringeren per Core Turboboost (Hotspot) keine soooo extrem gute Hitzeabfuhr wichtig.
Mittlerweile haut so ein Turbo Boost auf einem Core auf einem Bruchteil der ursprünglichen Fläche im Vergleich zum z.B. eines i7-3630qm deutlich mehr Hitze durch, das in Kombination mit einem Kühler, der thermisch etwas weniger träge ist durch die fehlende Masse.

Damit zu argumentieren ist in etwa so sinnvoll, wie mit einem Golf 1 aus den 70ern zu vergleichen, dass man keine Hochgeschwindigkeitsreifen benötigt, weil normale Reifen absolut was taugen und man schlichtweg dann für den 8er Golf R mit 270 km/h Spitze ja auch nur die Billo 4 Loch Schmalspurreifen braucht, weil diese beim Golf 1 reichten.
 
Ich selbst habe TPs/PCs die noch nie neue WP oder WLP bekommen haben und 15 Jahre und älter sind.
Das habe ich zwar auch, aber....... Früher (TM) mal von der anderen Seite:
ich habe (als es noch möglich war) auf unserem Recyclinghof etliche Desktops ausgeschlacht, wenn es Markengeräte waren und ich die CPU gebrauchen konnte. Drei der Desktops laufen noch damit, aber: die Mehrzahl der CPUs hatten Lüfter-Lagerschäden und/oder erkennbare Hitzeprobleme (verkrümelte Paste oder ohne, verfärbtes Kühlermetall). Die CPU hielten es fast alle noch aus, vermutlich schalteten die nur rechtzeitig ab, waren nach Rep. mit neuem Lüfter inkl. Paste (Marke weiß ich nicht mehr) wieder tip top.

Ich habe interessiert mitgelesen und möchte den Post @Herr Moehre nur unterstreichen. Historie habe ich genügend, aber viele mit neuen Lüftern und Coolern. Ich finde den thread hochinteressant. Was ich als nächstes nehme ........... stellt sich zur Zeit noch nicht. Am T400 habe ich vorerst per Cooling-Pad (Untersatz) das Problem umgangen (der schaltet ohne bei Dauerleistung ab, mit Pad bisher kein Problem, überwache mit TPFC.62, Steuerung funktioniert gut).

evtl. Artikel zu PTM: www.igorslab.de
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehmen wir mal einen T7300 mit einer DIE Size von ca. 142mm² und 35 Watt TDP, ein Verhältnis von theoretisch grob 0,247W/mm²
i7-11800H mit einer DIE Size von ca. 190mm² kann gut und gerne mal auf 150 Watt boosten, ein Verhältnis von grob 0,79W/mm²

Selbst wenn wir mal nur 75 Watt nehmen, das z.B. für ein T15g Gen 2 ziemlich wenig ist, sind wir bei grob 0,4W/mm², also deutlich mehr Wärmeleistung pro mm² DIE Fläche.

Ein T7300 hat 2 Kerne, gut zur Verteidigung keinen großartigen Turbo Boost, wird also ca. 18 Watt pro Kern benötigen bei maximaler Leistung.
Nehmen wir den i7-11800H mit 8 Kernen, kann ein Kern gut und gerne mal locker seine 35 Watt alleine fressen im Boost, da hast du eine Hotspotbildung.
Rechnen wir einfach mal plump (nicht fachlich korrekt) dass ein Kern einen Hotspot von ca. 1/8 der DIE Fläche (23,75mm²) erzeugt.
Das sind bei 35 Watt auf der kleinen Fläche mal Eben ca. 1,473 Watt/mm².

Das ist (geschätzte Annahme à la Pi ist gleich 3) grob das Sechsfache an thermischer Leistung im Vergleich zu alten CPUs.

Rein ohne Berücksichtigung von Wärmeabfuhr und thermischer Masse in Form des Kühlers und mit der (der Einfachkeit halber) fachlich falschen Annahme, dass 1 Kern genau 1/8 des DIEs beansprucht.
Ich weiß nicht wie der Intel im Detail aufgebaut ist, z.B. beim AMD Ryzen 4750U nehmen die 8 Kerne in Summe nicht mal 1/3 der DIE Fläche ein, da könnt ihr euch vorstellen wie stark die Hotspotbildung auf den mm² ist. Ich denke bei dem Intel wird es ähnlich sein, zumal auch noch eine Grafikeinheit dabei ist.
Kann man z.B. auch ganz gut im Laptop testen, wenn man die TDP hart auf einen sinnvollen-hohen Wert festnagelt und neben Prim95 mal FurMark anwirft, bei meinen Flüssigmetall L14 habe ich da noch ohne Probleme 20-25% mehr thermische Leistung aus der APU gekitzelt, bis die 8 Kerne + GPU am thermischen Limit waren.
 
Alles richtig.

Aus diesen Gründen haben moderne TPs ja oft auch 2 Lüfter und ein moderneres Kühlsystem.
Bei PCs sind oft auch mehr und größere Gehäuselüfter verbaut wie vor 20 Jahren.
Oder es wird gleich mit WaKü gebaut.

Die 0,5°C Unterschied von WP/WLP/LM stehen da in keinen guten Kosten/Nutzenfaktor.
 
Woher kommen die 0,5°C Unterschied? Isr das eine fiktive Zahl ausgedacht oder faktenbasiert? Falls Letzteres, Fakten bitte, der bereits verlinkte WLP-Test ist nicht aussagekräftig für PTM7950, was lt. IgorsLab auch eine sehr gute Leistung hat, oder Flüssigmetall.

Die 35 Watt TDP Boost auf einen Kern kriegst du mit einem modernen ThinkPad und Flunderkühler und einem Lüfter auch hin, bei einem Ultrabook i7, sofern die Kühlung ausreicht.
Der PC Vergleich ist in meinen Augen nur bedingt richtig, da u.a. die Grafikkarte durchaus in der Abwärme an Bedeutung zugenommen hat im Vergleich zum Gesamtsystem.

Ich werfe mal z.B. bei einem L15 Gen 1 Intel grob 10°C in den Raum, bei PTM7950 im Vergleich zu WLP. Flüssigmetall natürlich mehr, aber die potentiellen Langzeitfolgen scheinen noch unklar zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 0,5°C sind fiktiv!
Ich habe die letzten 20 Jahre keine Excellisten mit Temperaturdiagrammen oder stundenlangen Versuchsaufbauten durchgeführt.

Aber ich kann sagen, dass ein 20 Jahre altes TP nicht nur durch neue WLP 10° kühler läuft.
Das Thema Flexing kommt ja nicht von nichts.
Wenn LM der heilige Gral wäre, müssten ja alle Geräte das haben.
Es gibt dafür gute Gründe, warum die Hersteller darauf ab Werk verzichten.

Für das Thema Grafikkarte treffen die o.g. Aussagen auch zu.
Größere Kühler, mehr Lüfter oder gleich WaKü und man erreicht schneller und effizenter bessere Temperaturen.

Das L15 Gen 1 läuft aber nicht 24/7 im Boostmodus oder muss irgendwas rendern o.ä.
Dafür jedes Jahr einmal aufschrauben und LM erneuern wäre mir viel zu viel Arbeit.

Für ein normales Office/Web/Media Gerät würde ich den Aufwand nicht betreiben.

Wenn es um Tuning, Benchmark, Highscores u.ä. geht, dann führt da auch kein Weg daran vorbei das letzte Grad zu finden.

Um bei dem Golfvergleich zu bleiben.
Wenn man aus einem Golf 1 die Leistung eines Golf 8 R rauskitzeln möchte, muss man unverhältnis viel Geld und Arbeit investieren oder man kauft gleich ein Golf 8 R.

Ja, ich weiß, dass es TPs ab Werk mit LM gibt.
Diesen steht aber ein absurder Kaufpreis gegenüber.

Wers braucht have fun...
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ich kann sagen, dass ein 20 Jahre altes TP nicht nur durch neue WLP 10° kühler läuft.
Ich auch nicht, denn ich habe bei dem jetzt bald 20 Jahre altem T61 bereits nach wenigen Jahren die Wärmeleitpaste getauscht, damit es kühler und ruhiger läuft ;-)
ist denn sichergestellt, dass die Werkspaste noch vorhanden war? Mir fällt dies schwer zu glauben, aufgrund eigener Erfahrungen, dass dort kein Unterschied feststellbar ist.

Wenn LM der heilige Gral wäre, müssten ja alle Geräte das haben.
Es gibt dafür gute Gründe, warum die Hersteller darauf ab Werk verzichten.
Kostet Geld und Entwicklungsaufwand, macht die Wartungskosten z.B. bei Hardwareaustausch auf Garantie teurer, keine Frage, würde ich als Hersteller auch darauf verzichten, wenn man es nicht anständig mit einpreisen kann.
Das ist halt keine Massenware, die man mit einem vorgefertigten Wärmeleitkaugummi aufbringen kann, wie sonst.

Das L15 Gen 1 läuft aber nicht 24/7 im Boostmodus oder muss irgendwas rendern o.ä.
24/7 läuft es nicht, aber regelmäßig im Boostmodus, bei jedem Start, Herunterfahren, Programmstart, Updates, beim Laden mehrerer Tabs, daher kommt die Schwuppzidität des Geräts, ohne Boost läuft es träge.
Windows Update und Office nutzen nur einen Kern ;-)

Dafür jedes Jahr einmal aufschrauben und LM erneuern wäre mir viel zu viel Arbeit.
Wäre mir auch zu viel Arbeit, wenn es bei mir so wäre.
Hier kann ich aber keinen Vergleich zu den dicken alten Kühlern der Tx20/30er Reihe ziehen.

Wenn man aus einem Golf 1 die Leistung eines Golf 8 R rauskitzeln möchte, muss man unverhältnis viel Geld und Arbeit investieren oder man kauft gleich ein Golf 8 R.
Wenn wir da bei der thermischen Leistung bleiben bei den ThinkPads, ist das z.B. mit DUAL IDA und PINMOD, wie beim T61 ganz leicht möglich ;-)


So, genug abgedriftet @Megalodon danke für deine Eindrücke, diese finde ich sehr wertvoll, danke, dass du dich daran getraut hast, dieser Input hat mir bisher im Forum gefehlt, ich kannte nur meine Seite. Das hilft mir das Thema Flüssigmetall differenzierter zu sehen, zudem PTM7950 mittlerweile auch Einzug gehalten hat.

Dennoch bekommt das T14s Gen 1 AMD bald noch Flüssigmetall, der Aufwand von unter 30 Minuten im Vergleich zu dem Ergebnis sind es mir wert, vielleicht mache ich ja auch mal schlechte Erfahrungen, dann bin ich natürlich so transparent und gebe es zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei nem Golf 1 wird der Luftwiderstand schier unüberwindbar.
Mit dem Motor vom 8R wäre er viel schneller von Null auf 50, Hundert schon langsamer und Vmax viel niedriger.

Ich hab echte Langzeiterfahrungen bis über 10 Jahre und nie hat sich die Kühlleistung mit der Zeit verschlechtert, trotz Trocknung der Paste.
Dann sollte der nun auch fest klebende Kühlkörper aber nie mehr bewegt werden. Wenn es seitlich Spiel gibt gleiten die ja anfangs auf der Paste.

Ganz moderne und teure Pasten könnten aber anders sein und müssen evtl regelmäßig getauscht werden. Nicht so Sachen wie Arctic Silver bis glaub 5 oder die Paste zu meinem Noctua Kühler vor 8 Jahren.
 
Da es in diesem Thread gerade mal wieder um Phase Change Materials (PCM) bzw. speziell um das PTM7950 von Honeywell geht, habe ich mir nun auch mal einen Bogen bestellt. Auch wenn so manche als "PTM7950" verkaufte Exemplare auf Amazon und AliExpress wohl gar nicht schlecht sein sollen, sind die wohl trotzdem zu sehr großen Anteilen Fakes bzw. PCMs von anderen Herstellern. Teilweise mit erstaunlich guten Eigenschaften, teilweise aber auch miserabel. Damit ich an der Lotterie nicht teilnehme, habe ich also mal etwas recherchiert und festgestellt, dass es gar nicht viele Quellen für sicher gute PCMs gibt.
- Thermal Grizzly verkauft sein eigenes PCM, das sich laut Tests bei Igor's Lab auch von dem allseits bekannten PTM7950 unterscheidet. In Tests schneidet es von den Temperaturen her sogar eine Winzigkeit besser ab als das PTM7950, ist aber deutlich fester und daher etwas schwerer vernünftig zu verarbeiten, wenn ich den Test richtig verstanden habe. Allerdings gibt's das nur in 50mmx40mm für 12,90€ inkl. Versand, was immerhin 6,45€ pro 1.000mm² entspricht - und wenn man überlegt, dass so ein CPU-Heatspreader einer Desktop-CPU gerne mal knapp 40mmx40mm groß ist, dann reicht so ein Pad gerade einmal für eine einzige CPU. Klar, wenn der Die offen liegt wie bei Notebook-CPUs, dann ist es weniger, aber trotzdem fand ich 13€ pro CPU etwas happig.
- Nächste Anlaufstelle, hier auch für echtes PTM7950, ist ModDIY: https://www.moddiy.com/products/606...uper-Highly-Thermally-Conductive-PCM-Pad.html Dort ist man aber ebenfalls mit 12,95€ für 40mmx40mm dabei - und hier kommt sogar noch der Versand oben drauf! Erst wenn man 160mmx100mm abnimmt, ist man mit 5,40€ pro 1.000mm² etwas günstiger, mit Versand ist der Vorteil aber auch wieder hinfällig.
- Dann bin ich noch darauf gestoßen, dass Linus Tech Tips (LTT) auch echtes PTM7950 verkauft: https://global.lttstore.com/products/ptm7950-phase-change-thermal-pad Das 60mmx60mm-Pad lohnt sich wohl auch nicht (19,99CAD), am Desktop reicht das auch nur für eine CPU und ausverkauft ist es auch, am Notebook ginge zwar immerhin etwas mehr, aber hier gibt's auch noch ein Pad im 160mmx200mm für 99,99CAD. Mit Versand und allem drum und dran sind das 88,27€ und damit immerhin "nur" 2,76€ pro 1.000mm². Und reicht für 20 Desktop-CPUs oder noch unzählige mehr Laptops.

Ich werde dann irgendwann in ferner Zukunft, wenn ich Lust hatte, meine Laptops aufzuschrauben, mal berichten ^^ Es wird aber nur ein Vergleich des subjektiven Eindrucks. Für ganze Benchmark-Reihen habe ich nicht mehr die Zeit - und auch keine Lust.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben