HTPC Stromverbrauch

naquaada

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Ich habe mal eine Frage zu einem HTPC den ich mir bauen will. Er soll unter anderem stromsparender als sein als mein Hauptrechner.

Diese Komponenten habe ich eingeplant:

- GigaByte GA-H61N-USB3 mini-ITX Board
- CPU Core i7 3770S (4 x 3.1 GHz)
- 16 GB GEIL Evo Leggera DDR3 RAM
- Opticarc Slimline DVD-Brenner
- ein oder zwei 3,5" Festplatten von WD
- evtl. eineAsus U3S6 PCI-E-Karte, 2x USB 3.0 + 2x SATA 6 GB/s

Das Gigabyte-Board ist ganz passabel ausgestattet. In der Beschreibung steht zwar Core CPUs der zweiten Generation, aber die dritte läuft auch drauf. 16 GB RAM nimmt das Board, dazu hat man zwei SATA und einen eSATA-Port. 2x USB 3.0 ist auch drauf, dazu gibt's noch Gigabit LAN und HD Audio. Das Board hat das Gigabyte DualEFI-BIOS, ist also voll OSx86-kompatibel.

Bei der CPU habe ich schwergetan und die ganze Ivy Bridge-Liste abgeklappert. Es gibt ja welche, die nur 35 oder 45 Watt TDP haben, aber da kann man böse reinfallen weil die dann nur Intel HD2500 Grafik anstatt HD4000 haben. HD4000 hat 16 Shader-Einheiten, HD2500 nur 6. Anscheinend soll Intel HD2500 teilweise Probleme mit Full-HD haben. Da ich keine zusätzliche Grafikkarte einbauen will, fallen alle mit HD2500-Grafikeinheit weg, das sind fast alle i3 und i5. Wenn man jetzt Leistung (GHz, Cores, Cache) und TDP vergleicht, kommt man eigentlich nur noch zum i7 3770S mit 65W TDP und dem 3770T mit 45W TDP. Der 3770T soll aber nur unter bestimmten Bedingungen die 45W erzielen, es soll sinnvoller sein, den 3770S mit Unterspannung zu betreiben oder ihn etwas herunterzutakten.

Die Frage ist jetzt, was für ein Netzteil ist dafür sinnvoll? Mein Hauptrechner hat einen Core i7 3770K, eine Radeon HD6870, diverse Steckkarten und 4 Festplatten, da ist ein 650W-Netzteil drin. Also braucht das ITX-System ja nicht so etwas zu haben. Viele ITX-Gehäuse kommen so mit 150 - 200W-Netzteilen, reicht das schon oder ist da etwas mehr als Reserve nötig? Mehr als zwei Festplatten sollen nicht rein.

Grüezi, naquaada.
 
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Hey, das soll ein HTPC werden? Was willst du denn damit machen? 16gb Ram für einen HTPC...?!
Google mal nach dem 24p Bug von Intel, weis gerade nicht ob der immer noch besteht....
 
Naja, ich habe das RAM halt da... In meinem Hauptrechner sind 32 GB drin, das teile ich dann auf ;) Ich rüste meine Rechner meist bis zum Maximum auf, das ist zwar teurer und mag etwas überdimensioniert sein, ist aber sinnvoller, wenn man sich erst zwei 4GB-Riegel reinsetzt und dann später aufrüstet. Dann liegt immer irgendwelches altes Zeug rum. Mein Thinkpad x61t hat deshalb auch gleich volle 8 GB RAM und 1 TB HD reinbekommen, mehr geht ja nicht.

Über den 24p-Bug habe ich das hier gefunden. Naja, mein Opteron 185 mit 2.6 GHz Dual und der Radeon HD2600XT konnte 1080i-Fime (mkv) nie ruckelfrei abspielen, schlimmer kann's also nicht werden.
 
So lange du das Ding nur als HTPC betreibst, wirst du aber wohl nie mehr als die 8GB brauchen. Aber gut, RAM ist eh gerade ziemlich günstig und wenn er sogar eh schon da ist (und du im Desktop deine 32GB nicht brauchst - ich hätte durch Virtualisierung gerne mehr als 32GB :D), dann warum nicht?

Ob das Ding 45W oder 65W oder 95W TDP hat, ist heutzutage fast egal. Im Leerlauf tun die sich alle nicht viel, da so weit runtergetaktet wird. Insbesondere Haswell ist da extrem gut, aber auch bei IvyBridge und SandyBridge muss man sich da nicht viel Gedanken machen. Nur unter ordentlich Last ziehen die Dinger wirklich mal so viel. Für den von dir geplanten HTPC reichen 150-200W allemal. Im Idle wirst du vermutlich unter 40W brauchen. Unter Last schätze ich niemals mehr als 120W.

Wofür die PCIe-Karte? Das Mainboard hat doch schon USB3 und SATA 6G. Ah ne, doch kein SATA6G. Das Mainboard hat außerdem den H61-Chipsatz, der zu SandyBridge "gehört". Zwar unterstützt es laut CPU-Kompatibilitätsliste IvyBridge-CPUs, es kann aber sein, dass du erst das BIOS updaten musst, damit das geht - und für das BIOS Update brauchst du dann erst eine kompatible (SandyBridge) CPU. Wenn du Glück hast, ist das neue BIOS schon vorinstalliert, davon würde ich aber nicht unbedingt ausgehen.
Für 30€ mehr bekommst du z.B. ein Intel DH77DF, das hätte dann sofort IvyBridge-Support ohne zuvor nötiges BIOS-Update und auch schon SATA-3 (6G) mit drauf, ohne dass du noch einen extra Controller brauchst.

Zum Netzteil: Dein jetziger PC ist komplett überdimensioniert, was das Netzteil angeht. Die Hälfte würde auch reichen.

Wenn auch ein Gebrauchtkauf in Frage kommt: Ich hab noch ein Intel DQ67EP (DQ67EPB3) Mini-ITX-Board mit Intel Core i7-2600 CPU, Boxed-Kühler und 16GB DDR3-1333 ungenutzt rumliegen. Dazu hätte ich noch ein kleines Morex 6600B Gehäuse (allerdings mit ein paar Kratzern auf einer Seite) mit 200W-Netzteil.
 
Im Prinzip absoluter 10facher Overkill für einen HTPC. So absurd hoch, das ich fast an einen Trollbeitrag dachte :P

Ein HTPC spielt Videos, TV, Bilder etc ab und braucht kaum CPU Performance, weil alles über die Hardware-Dekodierung gehen sollte. Deswegen reicht schon ein Rasperry Pi aus, wenn man mit einer langsamen GUI leben kann.

Wenn du wirklich neu kaufst, würde ich mir die Intel Celeron 847 mini ITX Mainboards ansehen, die reichen mehr als aus und kosten/verbrauchen weniger. Der 847 basiert auf der Sandy Bridge Architektur und spielt immer noch eine Liga über Atom/AMD APUs wie dem E350. Die Performance dürfte auch für Emulatoren mehr als ausreichen, nur richtige Spiele dürften die HD Graphics überfordern.
 
40W Idle für nen HTPC?????
Bzgl. Verbrauch: mein Mehrzweckserver (DQ77MK + i7 3770 non-K + 2*8GB + Kühler + bequiet E9 400W ) braucht, egal ob Windows oder ESXI gebootet (von Stick oder ner sparsamen SSD) ist, 17W idle ohne Platten. Einzig ECC-Speicher is halt nich auf dem Ding.

Leider akzeptiert die Mini-ITX-Variante davon (DQ77KB) seit einem früheren Bios-Update keine 95W-CPUs mehr, sonst wäre das das HTPC-Board/Miniserver meiner Wahl. Ein 3770S dagegen sollte gehn. Hat allerdings kein Standard ATX-Netzteil-Anschluss.

Ansonsten, warum sollte man für nen HTPC nicht eine starke CPU und soviel RAM nehmen? Mit ner Virtualisierungslösung drauf wird aus dem reinen HTPC ein hübscher Allzweckrechner.
 
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@antiheld:

Du solltest mal in Betracht ziehen, Beitäge zu lesen, bevor du gleich über Trollbeiträge schreibst. Schon allein die Informationen OSx86-kompatibel + keine zusätzliche Grafikkarte reichen, daß man zu einer Intel Ivy Bridge CPU kommen muß. AMD geht nicht mehr. Auch der Celeron 847 hat nur Intel HD2000 Grafik, ebenfalls nicht OSx86-kompatibel. Außerdem hat erst HD4000 OpenCL, was auch für OSx86 sinnvoll ist.

Haltet euch nicht so am Begriff 'HTPC' fest. Nennt's auch Mini-Rechner, Barbone oder was auch immer. Nur um HD-Videos abzuspielen würde auch ein Medienplayer reichen oder ein USB-Stick in meinem Fernseher. Aber etwas mehr soll's schon sein. Bei der CPU hatte ich auch erst an einen i3 oder i5 gedacht, aber da muß man ja auf die Grafikeinheit achten, da bleiben nur diese zwei i7 übrig. Die kosten zwar auch so 260 Euro aufwärts, aber der letzte Core i5 mit Intel HD4000 Grafik wäre der 3570K (4 x 3.4 GHz, 6 MB Cache, 77W TDP) schlägt auch mit gut 220 Euro zu Buche, bei weniger Leistung und höherem Stromverbrauch. Bei ITX-Boards gibt es auch zig verschiedene, man könnte auch welche mit neuesten Chipsätzen nehmen, mit WLAN und sonstwas, aber dann geht's ins Geld. Das von cuco erwähnte Intel DH77DF kostet knapp 120 Euro, das Gigabyte kann man schon für die Hälfte bekommen. Außerdem sind Gigabyte-Boards mit ihrem Hybrid-UEFI-BIOS ideal für OSx86.

@cuco:

Die gleiche Sache: Ich habe von meinen zwei Opteron-Systemen noch jeweils eine Asus U3S6-Karte rumliegen, die hat 2x USB 3.0 und 2x SATA 6. Also kann man sie genauso gut noch mit reinsetzen. Neu würde ich mir sie nicht kaufen. Das gleiche gilt für RAM, Lüfter, Tastatur/Maus und Festplatten, wird alles von vorheigen Systemen weiterverwendet ;)

Zum Netzteil: Dein jetziger PC ist komplett überdimensioniert, was das Netzteil angeht. Die Hälfte würde auch reichen.

Den Satz verstehe ich nicht ganz. Mein Hauptrechner ist überdimensioniert was das Netzteil angeht (= Netzteil zu schwach), aber es würde die Häfte reichen (= 325W Netzteil reicht)? Das schließt sich doch aus. Falls es zu groß sein sollte: Bei Vollsystemen mache ich lieber etwas mehr rein, mir sind nämlich selbst in Systemen mit einem Athlon 64 4000+ Netzteile innerhalb von Sekunden kaputtgegangen. Sowas ist echt frustrierend: Man fährt den Rechner runter, will ihn wieder einschalten und nichts tut sich. Das Netzteil tauscht man wegen dem Kabelgefummel natürlich erst zuletzt :P

Aber es geht am Thema vorbei: Was für ein Netzteil sollte ich mir dann für das Ding besorgen? Etwas Reserve sollte schon drin sein.


EDIT:

@Trambahner: Endlich mal jemand der auch der Meinung ist, ein HTPC muß nicht ein 200 MHz-Rechner sein ;) Mein Hauptrechner ist übrigens auch in einem HTPC-Gehäuse untergebracht, ich würde ihn aber nie so bezeichnen. Das ist ganz einfach praktischer Nutzen: Ich kann ihn bei mir einfach unter den Tisch schieben, ein schwarzes Gehäuse verschwindet da total. So fällt er nicht auf und ich spare den Platz für ein Tower-Gehäuse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich hab meinem Server/HTPC unlängst ein Upgrade spendiert, mit einer i3-3225, welche eine HD4000 hat und einem Asus P8Z77-M und 8Gb RAM.
Dazu hab ich ein leises 400W Netzteil..was auch schon überdimensioniert ist, aber ich hatte es noch rumliegen..und bei 6 Festplatten im RAID ist es sicher auch nicht schlecht..inkl. Festplatten verbraucht er im Idle ca 50W unter Linux

von der Performance her reicht mir das Teil locker, auch mit mehreren VMs drauf..HD Dekodierung, Video-Streaming..alles kein Problem
 
Das von cuco erwähnte Intel DH77DF kostet knapp 120 Euro, das Gigabyte kann man schon für die Hälfte bekommen. Außerdem sind Gigabyte-Boards mit ihrem Hybrid-UEFI-BIOS ideal für OSx86.
Naja, das doppelte kostet es nicht. Mit ca. 105€ bis du dabei, während du das Gigabyte auch nicht für 60€ bekommst, 75€ muss man schon ausgeben.

Ich würde auch nicht an der falschen Stelle sparen und mich nachher mit dem Mainboard rumschlagen, falls das erst ein BIOS-Update mit SandyBridge CPU braucht oder falls du den PCIe-Slot doch brauchst (Sat-Karte z.B.) und daher SATA6G vermisst, was ein 30€ teureres Board gleich onboard gehabt hätte. Spart meist übrigens auch Strom gegenüber einem extra Controller.

Den Satz verstehe ich nicht ganz. Mein Hauptrechner ist überdimensioniert was das Netzteil angeht (= Netzteil zu schwach), aber es würde die Häfte reichen (= 325W Netzteil reicht)? Das schließt sich doch aus. Falls es zu groß sein sollte: Bei Vollsystemen mache ich lieber etwas mehr rein, mir sind nämlich selbst in Systemen mit einem Athlon 64 4000+ Netzteile innerhalb von Sekunden kaputtgegangen. Sowas ist echt frustrierend: Man fährt den Rechner runter, will ihn wieder einschalten und nichts tut sich. Das Netzteil tauscht man wegen dem Kabelgefummel natürlich erst zuletzt :P
Ich meinte damit letzteres, also dass die Hälfte (ca. 325W) auch reichen würde. Klar, Vorteil ist, dass man auch Lastspitzen abfangen kann. Mit einem guten Netzteil kann man das normalerweise aber auch so, ohne aufs doppelte dimensionieren zu müssen. Außerdem verschenkt man Effektivitität, die meisten Netzteile haben den hächsten Wirkungsgrad bei etwa 50% Auslastung. Wenn du dein Netzteil jetzt den größten Teil der Zeit mit 10% oder weniger auslastest, kann es sein, dass auch ein 80+ Gold Netzteil, welches normal bei über 90% Wirkungsgrad liegt, plötzlich 30-50% in Wärme umwandelt statt in den PC zu stecken. Gut, das wäre der Extremfall, aber in meinen Augen ergibt das keinen Sinn. Da gibt man mehr Geld für ein Netzteil aus, damit es Leistung hat, die man nie braucht, muss dann auch noch entsprechend mehr für Strom bezahlen und insgesamt fehlt einem das Geld dann, um an anderen Stellen sinnvolle Komponenten zu kaufen.

Welches Netzteil du dann nehmen könntest? Ich denke, du meinst für den HTPC jetzt, oder?
Be Quiet ist sehr zu empfehlen. Das kleine beQuiet System Power 7 300W würde für dich ausreichen und ist ab ca. 30€ zu haben. Wenn es mit CableManagement sein soll, wäre Pure Power L8 430W CM das kleinste von denen, kostet ca. 53€. Wenn es unbedingt die Oberklasse sein muss (80+ Gold, Cable Management, ultraleise), dann wäre das Straight Power E9 480W CM deins, kostet mit 83€ auch eine Ecke mehr. Das läuft bei mir im Dauerbetrieb in meinem Server/meiner Workstation (siehe Signatur).

@antiheld: Äpfel mit Birnen vergleichen funktioniert nicht. Der SingleCore ARM11 des Raspberry Pi reicht mit seinen 700MHz nur deshalb, weil er Codecs direkt in Hardware dekodieren kann und weil kein leistungshungriges System auf ihm läuft. Wobei ersteres noch deutlich mehr ausmacht als letzteres. Wenn man also OSx86 oder ein "normales" System (Windows, Desktop-Linux) nutzen will, dann kommt man auch bei einem HTPC nicht um einigermaßen leistungsfähige Komponenten drum herum. Evtl. kommt mal eine Sat-Karte rein, um Sendungen aufzunehmen, dann muss live transkodiert werden. Viel Spaß dabei mit der Himbeere ;) Ein IvyBridge 3770 ist da tatsächlich overkill, hat aber eben andere Features (u.a. Stromsparen), die ihn zu einer guten Wahl werden lassen. Und wenn er für die OSx86 Unterstützung nötig ist: Was will man dann machen?
 
Meine Devise ist relativ einfach: so viel (bezahlbare) Power wie mögich bei leisem Betrieb, wenn ich schon ne (weitere) Kiste hinstelle. Weil 3 Monate später will man was anderes oder mehr damit machen und ärgert sich dann.
Ein 3770 beackert halt auch nicht nur decodieren, sondern auch encodieren schmerzfrei. Und ist gleichzeitig bei passendem Board sparsam im Idle oder Niedriglast-Betrieb und bietet damit ne sehr gute Universallösung.
Btw, wenn man einen 3770 boxed OVP für grad mal 150 Tacken (legal!) bekommt, stellt man die Frage nach kleineren CPU's auch nicht. :cool: Ausserdem hat das gute Stück VT-d, so dass ich z.B. den Raidcontroller in die VM direkt einblenden kann. Oder z.B. auch ne DVB-Karte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Trambahner: So in etwa denke ich auch.

@cuco:

Was nachträglich reinkommt, kann man sehen. Eine DVB-T oder Sat-Karte werde ich nicht reinmachen. Ich habe als Zweitmonitor einen LG MT2792S, der hat Sat, Kabel und DVB-T gleich eingebaut und kann Festplattenrecording bis 2 TB machen. Schönes Teil, hat sogar LG Cinema 3D, per Polarisationsfilter. Erstaunlich ist nur, daß ich bei meinem Knick in der Optik das 3D noch gut sehen kann :D
 
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