Hyper-V vs VMware Workstation

Gummiente

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Kann jemand eine aktuelle Einschätzung zwischen Windows Hyper-V und VMware Workstation Pro abgeben?

Bisher nutze ich VMware Workstation, um meine Arbeitsrechner zu veritualisieren. So muss ich bei einem Rechnerwechsel lediglich die VMs auf die SSD kopieren und habe meine komplette Installation migriert.

Ich habe früher bei Hyper-V ab und zu reingestöbert aber damals schien VMware Workstation Pro besser zu laufen.

Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom verliere ich aber langsam das Vertrauen und frage mich ob Hyper-V eine gleichwertige Alternative ist?

Wie gut laufen Multimedia Kram und 3D Anwendungen? Games?

Danke.
 
Wir nutzen auf der Arbeit die möglichkeit bei den Entwickler Rechnern VHDX Files nativ zu booten.

Sprich dir geht keine Leistung vom Host System verloren, hast aber trotzdem die Möglichkeit VHDX Platten von Host zu Host zu schieben.
Ursprünglich hatten wir das im Einsatz da die AMD Systeme nicht alle Virtualisierungsfeatures bereitsgestellt hatten. Somit haben wir das umgangen.

Es ist etwas frickelig einzurichten, aber deutlich performanter als eine in Hyper-V gestartetete VM.


Ich bin seit dem die VMWare Workstation bei Broadcom umsonst angeboten wird wieder zurück. Hyper-V fehlen da schon einige Features. z.B. das Klonen von Maschinen.
 
Wir nutzen auf der Arbeit die Möglichkeit bei den Entwickler Rechnern VHDX Files nativ zu booten.

Dieses gebootete VHDX-Abbild aus der Microsoft-Anleitung: Ist das eine Kopie des bereits bestehenden Systems, welches installiert wurde, oder ist das eine völlig neue Installation aus der install.wim, die eingebunden wird?

Welchen Sinn hat das überhaupt, ein bestehendes, geklontes VHDX-System oder eine VHDX-Neuinstallation aus der install.wim schließlich auf einem anderen Rechner zu booten?
 
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Ich bin seit dem die VMWare Workstation bei Broadcom umsonst angeboten wird wieder zurück. Hyper-V fehlen da schon einige Features. z.B. das Klonen von Maschinen.

Das hatte ich befürchtet.

Offenbar hat aber Broadcom alle VMware Programmierer entlassen. So hat ein Broadcom Programmierer die Installationsroutine zerschossen und bekommt das nach über einem Monat noch nicht gefixt.

So viel Selbstvertrauen möchte ich haben, um eine funktionierende Installationsroutine durch eine eigene kaputte zu ersetzen. Der funktionierende Code von VMware war ja da. Das hätte eine Inspirationsquelle sein können, um die eigene Installationsroutine von Broadcom über die sich alle ärgern, einmal zu hinerfragen. Aber nein. Installation geht jetzt nur auf EN-US Windows und alle anderen schauen in die Röhre. Eine Trivialität die Änderungen zurückzurollen aber wozu Mühe machen für etwas das ja verschenkt wird?
 
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Bisher nutze ich VMware Workstation, um meine Arbeitsrechner zu veritualisieren. So muss ich bei einem Rechnerwechsel lediglich die VMs auf die SSD kopieren und habe meine komplette Installation migriert
Dafür sollte auch Hyper-V langen...

Wobei ich hier den Sinn der Migration nicht sehe - arbeitest dann auf dem neuen Host mit deinem alten System nur virtualisiert?
 
Dieses gebootete VHDX-Abbild aus der Microsoft-Anleitung: Ist das eine Kopie des bereits bestehenden Systems, welches installiert wurde, oder ist das eine völlig neue Installation aus der install.wim, die eingebunden wird?

Welchen Sinn hat das überhaupt, ein bestehendes, geklontes VHDX-System oder eine VHDX-Neuinstallation aus der install.wim schließlich auf einem anderen Rechner zu booten?

Das kannst du handhaben wie du willst. Wir bespielen die VHDX Files auch nicht mit der wim wie es bei MS beschrieben ist.
Du kannst davon booten und Installieren was du magst - auch Unix Systeme.

Bei uns ist das eine Art Backup. Wir sind bei einem Hardware defekt deutlich schneller wenn wir die VHDX auf einem anderen System einfach starten müssen als die Kiste mit Veeam wiederherzustellen.
Außerdem können wir bei bedarf die VHDX auch auf einem Virtualisierungshost starten.
 
Evtl habe ich es nicht komplett verstanden, aber enthält die vhdx mit der Windows-Installation nicht auch alle für die Hardware benötigten Treiber?

D.h. bei einem Umzug der vhdx auf andere Hardware hätte man eine Windows-Installation mit verwaisten Treibern, und müsste zusätzlich die Treiber der neuen Hardware installieren?
 
Wir nutzen auf der Arbeit die möglichkeit bei den Entwickler Rechnern VHDX Files nativ zu booten.

Sprich dir geht keine Leistung vom Host System verloren, hast aber trotzdem die Möglichkeit VHDX Platten von Host zu Host zu schieben.
Ursprünglich hatten wir das im Einsatz da die AMD Systeme nicht alle Virtualisierungsfeatures bereitsgestellt hatten. Somit haben wir das umgangen.

Es ist etwas frickelig einzurichten, aber deutlich performanter als eine in Hyper-V gestartetete VM.


Ich bin seit dem die VMWare Workstation bei Broadcom umsonst angeboten wird wieder zurück. Hyper-V fehlen da schon einige Features. z.B. das Klonen von Maschinen.
Wow, das kannte ich noch nicht, sehr interessant!
 
Evtl habe ich es nicht komplett verstanden, aber enthält die vhdx mit der Windows-Installation nicht auch alle für die Hardware benötigten Treiber?

D.h. bei einem Umzug der vhdx auf andere Hardware hätte man eine Windows-Installation mit verwaisten Treibern, und müsste zusätzlich die Treiber der neuen Hardware installieren?

Ja das ist so
 
Meine Arbeitsrechner sind komplett virtualsiert. Vor allem weil ich relativ häufig den Rechner wechsele. Windows 11 drauf, VMware Workstation hinter. Schon kann ich meine VMs darauf kopieren und loslegen.

Bereinigen vor der Weitergabe fällt ebenso einfach aus. VMware Workstation deinstallieren, VMs löschen. Schon ist ein Windows 11 Rechner fertig und gut getestet. Nur noch die notwendige Software installieren und schon kann der Rechner weitergereicht werden.

Von VHDX booten fand ich nett aber interessanter fand ich das zeitglich angekündigte Feature Windows auf USB SSD zu installieren. Da gab es sogar Demos wo man so eine USB SSD im laufenden Betrieb kurz abziehen und reinstecken konnte ohne Integrität zu gefährden. Irgendwann wurde dieses Feature abgekündigt und daher hatte ich angenommen VHDX wäre auch vom offiziellen Support gestrichen aber dem ist offenbar nicht so...

Windows verträgt das Wechseln der Hardware sehr gut. SSD in einen neuen Rechner, Windows rappelt sich und holt die notwendigen Treiber via Windows Update. Ein, zweimal booten und schon läuft alles.

Wer sich an den überflüssigen Treiber stört, das ist eher normal bei Linux. Bei den Distributionen sind quasi alle verfügbare Treiber bereits dabei was ich sehr angenehm finde.
 
Evtl habe ich es nicht komplett verstanden, aber enthält die vhdx mit der Windows-Installation nicht auch alle für die Hardware benötigten Treiber?

D.h. bei einem Umzug der vhdx auf andere Hardware hätte man eine Windows-Installation mit verwaisten Treibern, und müsste zusätzlich die Treiber der neuen Hardware installieren?

Entweder das System ist so generisch dass alle Treiber dabei sind, oder der Rest kommt via Windows Updates oder wird manuell installiert.
 
Als Alternative habe ich jetzt Proxmox ausgesucht.

Hat jemand Erfahrungen damit?

Hier scheint man die Grafikkarten an Gäste durchreichen zu können. Abgesehen von hoffentlich schneller Grafik und KI, wie ist denn die Stabilität?

Als ich mal wieder ohne VM direkt auf dem PC Hardware spielte war ich überrascht von den Blue Screens. Kannte ich so nicht. Offenbar werden Treiber und Games nicht komplett von Windows überwacht. Reisst eine VM die gerade mit der durchgereichten Grafikkarte spielt die gesamte Maschine mit oder bleibt der Absturz auf die VM beschränkt und alle anderen VMs laufen weiter?
 
Proxmox ist eine (sehr gute) Lösung für Server. Es ist nicht gedacht für Workstations und Game Firlefanz.
 
Proxmox ist eine (sehr gute) Lösung für Server. Es ist nicht gedacht für Workstations und Game Firlefanz.
Ist es also eher für headless Server?

Prä KI Zeit gab es ja für an Gäste durchgereichte Grafikkarten eigentlich nur Gaming?

Warum soll "Firlefanz" für Proxmox nicht gedacht sein? Weil Gefahr besteht, dass ein Amok laufender Gast den ganzen Rechner abschießen kann? Eigentlich lädt Virtualsierung ja ein nach Herzenslust zu experimentieren ohne jedesmal die Höchststrafe fürchten zu müssen?
 
Zuletzt bearbeitet:
"eigendlich" ... vmware esx hatte vor einigen Jahren einen kleinen Bug: Wenn FreeBSD als Gast VLAN aktivierte ging am Server der gesamte Netzwerkstack über den Jordan.
 
Und planen in Zukunft verstärkt darauf zu setzen. Broadcom hat ja selber genug Gründe geliefert zu migrieren....
Und unsere Kunden haben leider keine Geldbäume im Hinterhof stehen....
Der Exodus von kleinen und mittleren Unternehmen war bei Broadcom einkalkuliert, sogar beabsichtigt, wenn man Günter Born Glauben schenken soll.

Jetzt wechseln aber auch die Großkunden:
Nachdem Anfang Dezember ein Großkunde in England mit 20.000 VMs auf eine andere Lösung gewechselt ist, ist nun auch Anexia aus Österreich mit seinen 12.000 VMs abgewandert:
 
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