Mini-Review: Asus U3S6 USB 3.0 / SATA 6 Karte

naquaada

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So, hier gibt's mal wieder ein Review von mir.

Ich suchte eine Karte mit zusätzlichen SATA-Ports, die unter OSx86 laufen. Üblicherweise dachte ich an eine Karte mit einem SiliconImage SiI3132-Controller, für den gibt es offizielle Treiber. So hundertprozentig anfreunden konnte ich mich aber nicht damit. Ich habe mal weitergesucht und bin auf die Asus U3S6 Karte gestoßen. Sie kombiniert einen NEC USB 3.0 Chipsatz und einen Marvell 88SE9123 SATA 6 Chipsatz. Ich habe nach OSx86-Kompatibilität gesucht und bin ziemlich schnell fündig geworden. Wichtig: Es ist eine PCI-Express-Karte mit x4-Anbindung. Also ist ein x4, x8 oder x16-Port notwendig, nicht die häufig verwendeten PCI-E x1-Ports. Weil das noch nicht reicht, macht Asus eine Angst-Liste, mit welchen Boards die Karte kompatibel ist. Und mein Asus A8N-SLI Premium hat schließlich schon knapp 6 Jahre auf dem Buckel. Ich habe es trotzdem probiert und mir mal eine gekauft.

Die Karte kam dann an. Sie ist recht klein und braucht keine zusätzliche Stromversorgung. Dabei sind noch ein Quick Guide und eine CD, mit der man sich auch eine AHCI-Treiber-Disk erstellen kann. Außerdem sind noch zwei SATA-Kabel dabei, einseitig abgewinkelt. Sie haben Metalllaschen dran und sitzen sehr fest, im Vergleich zu normalen SATA-Kabeln man muß schon etwas mehr Druck benutzen, um sie in den Anschluß reinzubekommen. Ich hatte noch einen PCI-E x4 und einen x16-Slot frei, also rein mit der Karte. Während des Systemstarts werden nur sehr kurz die Festplatten angezeigt, weitere Konfigurationsmöglichkeiten scheint es nicht zu geben. Ich ziehe das vor, so wird der Bootprozeß nicht ewig aufgehalten. Im BIOS werden die Festplatten bei mir überraschenderweise in den angeschlossenen Festplatten als SCSI-1 und SCSI-2 angezeigt, also dürften die Festplatten unter Windows Vista, 7 und anderen AHCI-kompatiblen Betriebssystemen direkt bootfähig sein. Windows XP benötigt noch die AHCI-Treiber, die kann man sich ja mit der beiliegenden CD erstellen.

Jetzt habe ich wie üblich OSx86 vom nForce-SATA-Controller gebootet. Die Platten an der Asus-Karte wurden sofort erkannt, allerdings werden sie jetzt wie externe Laufwerke verwaltet. Wer keine eigene Icons benutzt, bekommt die Platten nun als ein oranges Laufwerksicon angezeigt. Außerdem gibt es jetzt das Symbol zum Auswerfen der Festplatte, bzw. der Partition - die Hot-Plug-Fähigkeit eben. Eine Abfrage der S.M.A.R.T.-Daten funktioniert. Im System Profiler wird der Controller als 'Unknown AHCI Standard Controller' angezeigt. Es werden also nur die Standardtreiber von OS X benutzt, deshalb sind kaum bemerkbare Geschwindigkeitssteigerungen zu erwarten, auch bei SATA6-Platten nicht, habe eine drin. Vielleicht programmiert die OSx86-Community ja mal einen. Nun zum USB 3.0. Dafür findet man an diversen Stellen gepatchte Treiber von LaCie. Bei mir lief der allerdings nicht, da er für OS X 10.6 programmiert ist. Also habe ich noch mal den ungepatchten Treiber getestet - und der geht. Im System Profiler bekomme ich nun einen 'USB Super Speed Bus' angezeigt. USB-Geräte funktionieren auch, aber ob USB 3.0-Geschwindigkeit erreicht wird weiß ich nicht, habe keine USB 3.0-Geräte.


Bisher-Fazit: Wer einen OSx86-kompatiblen SATA- oder USB 3.0-Controller sucht, dürfte mit der Asus U3S6 ganz gut laufen, da gibt's gleich beides. Für einen Preis von knapp unter 30 Euro kann man damit auch leben. Zumindest unter Windows sollte es ja keine Probleme geben, was Linux dazu sagt kann ich natürlich nicht sagen. Auch nicht, ob es eine Asus-only-Karte ist, auf anderen Boards müßte das jemand anders ausprobieren. Wichtig ist nur, daß ein PCI-E x4-Port oder größer vorhanden ist. Viele Boards haben heute ja zwei PCI-E x16-Grafikkarten-Slots, wer nur eine Grafikkarte braucht, kann natürlich den verwenden.
 
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