Windows Windows 10 Migration

Windows Betriebssystem

elchmartin

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Hi!

Eine von mir verwaltete Windows-10 Installation soll irgendwann auch Windows 11 geupdated werden.
Ich fange nun mal langsam und mit Bedacht an, das vorzubereiten.

Die Installation (Win 7->Win10) ist über viele Jahre häufig umgezogen (Phenom->Xeon->Ryzen), die Software blieb stets unberührt.
Der Rechner läuft rund, wie ich behaupten will.
Meine Idee ist nun, die bestehende Installation erst auf eine neue SSD zu spiegeln, dann zu tauschen, sehen ob alles läuft, dann mal auf Windows 11 upzugraden.
Somit hätte ich - neben den Datenbackup - eine funktionierende Installation auf separater SSD.

Ich möchte keine komplette Neu-Installation von Windows durchführen; Grund hierfür ist ein längerer Installationsprozess eines auf dem Rechner laufenden Datenbankservers. Die Neuinstallation kann seitens das DB-Anbieters nur tagsüber erfolgen; dies ist jedoch genau die Zeit, in der wir Geld verdienen (also ohne den DB-Server nicht arbeiten können). Sicherlich, wenn es garnicht anders geht, mache ich das. Aber wenn ich es vermeiden kann ...

Nochmal ein paar Eckpunkte:
  • Windows 10 Pro x64
  • Win-Installation Auf m2-SATA SSD (WD)
  • Datenbank liegt auf einer 'normalen' SATA-SSD (Samsung)
  • Neue NVMe-SSD ist bereits vorhanden (Intel 660)
  • Board hat 2 m2-Slots, alle SSDs werden erkannt
  • derzeitige Win-Installation läuft noch von MBR-Platte
  • gebootet wird im Compatibility-Mode, ohne UEFI
  • Backup erfolgt täglich an zwei Ziele
  • Ryzen 5 Pro 4650G, B550M-Board, 32GB RAM
Vor Ladenöffnung oder nach Geschäftsschluss kann ich so ziemlich machen, was ich will ... bin ja selbst und ständig :)

Hab nun bereits ein mal dumm die WD gespiegelt auf die Intel, lief auch glatt durch, jedoch gabs dann direkt mal einen Bootfehler.
Hab mir dann diverse Tools angeschaut, welche die Migration mehr oder minder automatisch durchführen sollen ... haben jedoch alle gestreikt.
Eines, leider weiß ich nicht mehr genau welches (ich meine MiniTool) meinte, die Installations-LW und das Boot-LW unterscheiden sich ... hm.
Wie rausfinden? Wie ggf ändern?

Hat jemand eine oder mehrere Ideen?
Bitte keine Hinweise auf Neu-Install o.ä. .... die einfache Lösung ist mir bekannt :p

Danke schonmal für Euren input!
 

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Mit irgendwelchen Tools würde ich nicht viel hantieren wollen, wenn es ein Produktiv-System ist, mit dem du arbeiten musst. Da kann man mehr irreparabel zerstören und kommt ums lästige Backup-Einspielen nicht rum. Besser erst mal mit den systemeigenen Mitteln arbeiten.
Mein Vorgehen wäre daher in 2 Steps: Zuerst altes System auf neue Platte bringen und dann das Upgrade auf Win 11.
1. Systemplatte Spiegeln (Software dafür nahezu beliebig)
2. Alle alten Platten ausbauen ( a) zur Sicherheit und b) stört so nichts den Bootvorgang von der neuen Platte)
3. Gespiegelt Platten zum Booten bringen, ggf. Bootreihenfolge im Bios anpassen, dass die neue Platte an Nr. 1 steht. Wenn sie es so allein nicht schafft von einem Win-Installations-Stick booten und dort die Option Bootprobleme durchgehen (Achtung: Der Stick sollte die gleiche Windows-Version haben, die auf dem System läuft! ). Hier kann man generell nicht sagen, was genau Erfolg verspricht -> Wir bräuchten da etwas Feedback, wie sich das System so verhält, Fehlermeldungen, was du genau getan hast usw...
4. Wenn 3 erfolgreich die Arbeitsplatte wieder einbauen (natürlich an die ursprüngliche Stelle) und alles gründlich prüfen.
5. Wenn alles läuft: Well done, Misson One completet!
6. Backup erneuen für die neue Hardware
7. Upgrade auf Win 11

Grüße Thomas
 
@elchmartin

Was ist eine Neuinstallation ? ;)

Quell und Zielplatte im gleichen Rechner führen zu Verwirrung.
Der Software ist dein nächster Schritt unklar: beide Platten behalten oder nur eine, siehe "die Installations-LW und das Boot-LW unterscheiden sich"


Das Budget wird eine zusätzliche Sicherungsplatte ermöglichen.
Sichere die \windows Partiton in ein Image auf eine externe Platte.
Und die Datenbank nochmals zusätzlich auf die externe Platte.
Tausche die M.2 SSD.
Aktiviere als Windows 11 Vorgriff UEFI Secure boot. Das ist nicht notwendig, die 22H2 Upgrade und 23H2 nächstes Jahr wird einfacher installierbar sein.
Partitioniere die neue SSD als GPT. Kontrolliere dreimal: nicht die Datenbank SSD.
Spiele das Image zurück.
Erstelle die UEFI Boot Umgebung.
Starte den Rechner.
Upgrade auf Windows 11 22H2.

Werkzeug:
Windows Installations Medium mit dism.exe, diskpart.exe und bcdboot.exe.
 
Danke euch beiden. Hilfreiche Tipps, haben mir etwas mehr Klarheit verschafft und mich in mancher Ansicht bestätigt.

Tatsächlich wollte ich Windows 10 auch erst mal "auf Linie" bringen, also UEFI, SecureBoot, BitLocker ... (aus gegebenem Anlass werde ich den Key zwei mal ausdrucken :p )

Ich überlege gerade, ob ich den Klon evtl offline erstelle mit clonezilla, mit der DB-SATA-SSD abgestöpselt :D

Ich melde mich mal, wenn ich ein wenig weiter gekommen bin, vielleicht mit dedizierte Fehlermeldungen :cool:
 
Minenfeld. Schade, ich habe keine Hardware mit automatischer Bitlocker Vor-Aktivierung.
Ich druckte den Key als PDF auf das verschlüsselte Laufwerk aus. :)
In einer virtuellen Test-Maschine: kontrollierter Schwachsinn, der Fehler sitzt vor meinem Rechner.

Theoretisch lässt sich online %SytemDrive% als "Volume Shadow copy" mit Powershell mounten und dann mit dism.exe sichern.
Hier fehlt mit die Langzeiterfahrung, klassich sichere ich die Partition offline.

Ein Hinweis: der Wiederherstellungsschlüssel gilt für eine Partition, nicht für den Rechner.
Die \windows Partition und die DB-SATA-SSD sind getrennt. Falls du Bitlocker für die die DB-SATA-SSD aktivierst, sichere den weiteren Wiederherstellungsschlüssel getrennt.
 
Das Budget wird eine zusätzliche Sicherungsplatte ermöglichen.
Ist nicht nötig. Auf genau Details wollte ich oben nicht eingehen, um kurz zu bleiben. Hier ist mein Weg:
- Mach dir einen Bootstick mit Clonezilla fertig
- Baue die neue SSD zusätzlich ins System (hast du ja bereits nach dem Screenshot)
- Boote mit dem Stick und clone die SSD. Bei Clonezilla sehr gut aufpassen, dass man die richtige Quell- und Zielplatte wählt. Beim clonen würde ich zunächst auch nichts an den Partitionsgrößen ändern. Je mehr der Clone dem Original entspricht, desto besser sind die Boot-Chancen mit der gespiegelten SSD.
- Entferne die alte SSD und mache mit Nr. 3 von oben weiter
- Wenn alles läuft, kannst du die Partitionsgrößen noch an die neue SSD anpassen. Die ist ja vermutlich größer als die alte.

Du brauchst also bestenfalls 2 Sticks (Clonezilla und Win-Installations-Stick) oder einen zweiten Rechner, wo du den Stick präparieren kannst.

Grüße Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
so, danke bis hierher an die Schreiberlinge!

Heute morgen habe ich es nochmal geklont, dann die m2-SSDs getauscht, also die Steckplätze gewechselt.
Vorher natürlich diverse Backups auf USB.

Witziger Weise lief Windows dieses mal ohne Murren an ... hab dann direkt mal das upgrade auf Win11 gemacht (vom USB-Medium), lief schnell durch. Es läuft bisher alles 1A und im Grunde wie vorher.
Nur SecureBoot ist noch inaktiv. Also ab ins UEFI/BIOS, SecureBoot aktiviert. Aber mit dieser Einstellung werden garkeine Platten mehr gefunden ... also erst mal zurückgestellt, erst mal muss der Rechner den Tag über seine Arbeit machen.

Als nächstes sollte ich also vermutlich die MBR in eine GPT-Partition umwandeln, korrekt?
Danach dann zum nächsten reboot im UEFI/BIOS auf Secureboot/UEFI stellen .... mal sehen, vielleicht gibts gleich nen kurzen Mittagsbreak :cool:
Beitrag automatisch zusammengeführt:

So, mittels mbr2gpt habe ich es dann einfach mal gewagt (vorher natürlich nochmal nen DB-Backup geschoben).
Danach im UEFI/BIOS auf SecureBoot gestellt, nun gehts :D

Auch habe ich nun Bitlocker aktiviert, die Keys im MS-Konto, auf einem USB-Stick gespeichert und für den Tresor ausgedruckt.
Ich sollte also hier keine (unlösbare) Überraschung erleben.

vielleicht ziehe ich bei Gelegenheit noch die DB von der alten 2,5"SATA auf die m2-SATA um, dann ist das System noch sauberer.
Aber erst mal lasse ich es so laufen.
 

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Klasse und ein schönes Feedback.

Grüße Thomas
 
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