CCFL schonen | hell oder dunkel?

Derriell

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851
Hallo allerseits,

Frage:
Wie ist die Alterung von CCFL-Röhren am geringsten, bei maximaler Helligkeit oder minimaler Helligkeit?
Intuitiv würde ich auf minimal tippen.

Hintergrund:
Für einen Bekannten richte ich gerade ein W500 ein, welches sehr stabil laufen muss. Deshalb möchte ich Memtest86+ über lange Zeit >24h laufen lassen und frage mich, wie ich das Display am wenigsten abnutze (auch wenn diese Laufzeit einen sehr geringen Einfluss auf die Lebensdauer der CCFL hat, finde ich die Frage interessant). Laut meinem Wissen, lässt sich das Display nicht ausschalten in Memtest86+

Danke und Grüsse,
Derriell
 
Materialermüdung ist ein generelles Phänomen, es betrifft nicht nur Technik und Bauwerke, sondern sogar Menschen. :pinch:
Nö, ich ermüde niemals! ;)

@Lokheizer, seit der TX10-Generation gibt es in ThinkPads nur noch LED-Displays, teilweise in der TX00-Generation auch schon :)
Danke für den Hinweis, mir war das irgendwie nicht bewusst (obwohl es mir eigentlich hätte auffallen müssen, wie peinlich).
 
Meine (Un)Logik: Mehr Helligkeit = mehr Strom = höhere Belastung = mehr Abnutzung = geringere Lebensdauer = wahr?
Die Helligkeit wird bei Kaltkathodenröhren nicht über den Strom geregelt. Ein gewisser Mindeststrom muss fließen damit das Gas ionisiert bleibt. Stattdessen wird der Strom modeliert, d.h. die Röhre wird sehr schnell ein- und ausgeschaltet. Das tut den Röhren nichts, es gibt keine mechanische und keine großartige thermische Belastung hierdurch.

Bei den handelsüblichen "Neonröhren" (die freilich kein Neon, sondern Quecksilber und Leuchtpulver enthalten) ist die Zündung das Problem, nicht das Leuchten. Bei CCFs mag dies ähnlich sein, obwohl der Zündvorgang vermutlich eher den Inverter als die Röhre belastet. Das Leuchtmittel altert eben einfach, und so ganz dicht wird die Röhre auch nicht sein.
 
Mir scheint, als wären wir der Sache auf den Grund gekommen.

D.h. Displays möglichst nicht durch biegen im unteren Bereich zwischen den Scharnieren, sonst beschleunigt man`s noch.

@ all: danke :thumbup:
 
Zuletzt bearbeitet:
...was beschleunigt man dann? Dass der Inverter zerbröselt? Habs echt nicht gecheckt....

Man stelle sich ein Rohr mit Inhalt vor, das man leicht biegt. In irgend einer Form wird sich das Volumen des Rohres verändern. Das übt Über- oder Unter-Druck aus und provoziert undichtere Stellen auf Gasaustausch. So wie ich mir das gedacht habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich betreibe mein T400 mit CCFL immer bei niedrigerer Helligkeit, also Stufe 5-10.
 
Zuletzt bearbeitet:
@RochNRolla: Warum? Brauchst dus nicht heller? Hast du Angst, dass die schneller dunkel wird? Wenn ja, kannst du begründen warum sie dann schneller dunkler würde?
 
Ich habs immer noch nicht kapiert. Beschleunigt eine hohe Helligkeit das altern jetzt oder nicht?
 
So wie ich es herauslese, spielt die Helligkeit für die Alterung keine Rolle. Man korrigiere mich, falsch ich da was falsch verstanden habe.
 
Ja, so habe ich es auch verstanden, aber da RockNRolla etwas "vorsichtig" mit Helligkeit umgeht, hat er vielleicht seine Gründe? ... bin nur neugierig :)
 
Ob die Alterung durch undicht werden allein signifikant ist, könnte man durch folgende Überlegung herausfinden: Eine neue, nie benutzte, aber gut abgelagerte CCFL müsste dann beim ersten Einschalten schon Rotstichig sein. Ist sie das? Ich glaube, nein. Daher sind wohl Abnutzungserscheinungen durch Gebrauch eher die Ursache. Also evtl. das abnutzen ("zerbrutzeln") der Drahtenden in der Lampe beim Zünden oder irreversible Änderungen am Leuchtmittel. Z.B. könnte sich das Quecksilber beim ausschalten irgendwo anhäufen und fehlt dann an anderer Stelle.
Mein A31p ist nun 12-13 Jahre alt, hat seit 5 Jahren den Rotstich beim Einschalten (die Rotphase dauert nun schon lange 5-7 Sek), aber die Helligkeit nach dem Warmlaufen ist immer noch grossartig hell und vergleichbar mit neuen LED befeuerten Notebooks. In der Sonne im Garten sieht man immer noch was!
Eine Besonderheit ist erwähnenswert: Der Rotstich ist nicht gleichmässig verteilt, sondern ausgeprägter im linken Bildschirmbereich, am meisten ganz am Rand. Warum nicht gleichmässig? Was ist an diesem Ende der CCFL anders?
Ein ganz anderes Argument dürfte auch eine Rolle spielen: das erzeugte Farbspektrum. Das scheint mir bei CCFL günstiger zu sein als bei LED.
Ein letztes: Es gibt wohl Standard-CCFL (25.000-30.000 Std.) und Longlife-CCFL (50.000 Std.). Was ist da der Unterschied? Woran erkennt man ihn?
 
Ähnliche Erfahrungen wie mccs habe ich auch, vor allem mit älteren Displays. Die sind auch nach bis zu 10 Jahren Alter noch schön hell und haben in der Tat bessere Farben als mir bekannte LED-Displays.
Die neueren CCFL-Displays (ab T60) lassen da deutlich schneller bei der Helligkeit nach, warum? Billigere CCFLs/Inverter aus Kostengründen? Oder stromsparendere Technologie mit "Nebenwirkungen"?
 
Man könnte das hier definitiv auf "geplante Obsoleszenz" schieben. Hab nämlich ähnliche Beobachtungen auf Arbeit gemacht die letzten Jahre.
Gerade unsere mobilen CAD-Workstations (wir hatten von Fujitsu Celsius Mobile H - dieser hier - bis zum Celsius H250 Ende 2009 alle Geräte dieser Reihe, alle mit CCFL-befeuerten Displays!) sind da ein gutes Beispiel.
Kürzlich kam der letzte, sich noch im Einsatz befindliche Mobile H der ersten Generation, beschafft im Januar 2003 (!) zum End-Of-Life auf meinen Schreibtisch. Wohlgemerkt, noch alles original, die Festplatte hatte gute 70.000 (!!!) Betriebsstunden und lief noch wie am ersten Tag...!

Das Display ist noch "wie neu", obwohl nahezu täglich benutzt, da wenn ich mir dann die Geräte ab H240/H250 (das sind die Generation T60/T61) ansehe, die haben heute nach 6-7 Jahren nur noch maximal die Hälfte der ursprünglichen Leuchtkraft. :(
 
Zur den Röhren: Historisch hatten Niederdruck-Quecksilber-Entladungsröhren einen recht großen Durchmesser. Drinnen läuft eine Hg-Entladung ab, die hauptsächlich Licht um 254 nm aussendet. Am Rand klebt ein Leuchtstoff, der daraus sichtbares Licht zwischen 450 und 650 nm erzeugt. Die Röhren mussten einen großen Durchmesser haben, weil sonst der Leuchtstoff durch die Entladung regelrecht abgetragen wurde.
In den letzten Jahren hat man neue Leuchtstoffe eingeführt, die den Elektronenbeschuss besser abkönnen. Damit sind dann auch dünne T8, T5 und T2 Röhren herstellbar, ohne dass der Leuchtstoff gleich in der Röhre abbröselt. Energiesparlampen wären ohne die neuen Leuchtstoffe schnell hinüber.

Insofern scheint die Kollision von geladenen Teilen mit dem Leuchtstoff ein Problem darzustellen. Kausal müsste man daher annehmen, das geringere Helligkeit mit niedrigerem Strom einhergehen und somit die Leuchtstoffschicht weniger belastet wird.
Das Ein- geht vor allem auf die Elektroden, das sollte man vermeiden. Wer weiß, wo in der Röhre sich das ablagert Also erst das Display abdunkeln lassen, nicht gleich ausschalten.
 
Ähnliche Erfahrungen wie mccs habe ich auch, vor allem mit älteren Displays. Die sind auch nach bis zu 10 Jahren Alter noch schön hell und haben in der Tat bessere Farben als mir bekannte LED-Displays.
Die neueren CCFL-Displays (ab T60) lassen da deutlich schneller bei der Helligkeit nach, warum? Billigere CCFLs/Inverter aus Kostengründen? Oder stromsparendere Technologie mit "Nebenwirkungen"?

Ich habe schon mehrere Geräten aus der Generation X61 und T400/T500 vermessen. Die bestätigen das leider - sie verlieren ca. 40-50% ihrer Helligkeit bei regelmäßigem Betrieb in ca. 5 Jahren...
 
Besitze seit 6 Jahren einen X40 den ich selber sehr häufig eingesetzt habe (und noch nutze) und der beim Kauf schon stark abgenutzt war (Tastatur).
Trotzdem ist das Bild noch unglaublich hell, auch nach 10 Jahren. Im direkten Vergleich mit meinen T60, Dell D630 die ich auch besitze, gefühlt 3 mal so hell. Es gibt scheinbar doch einige Ausnahme CCFLs..
 
Naja, die XGA Displays bleiben recht lange hell.
 
Die Displays mit kleineren Auflösungen (XGA) waren neu schon heller als die mit feinerern (SXGA+, UXGA, QXGA).
 
Die Displays mit kleineren Auflösungen (XGA) waren neu schon heller als die mit feinerern (SXGA+, UXGA, QXGA).
Das ist schon richtig, hat aber weniger etwas mit der verbauten Röhre zu tun, als mit dem kleineren "Verschnitt" der Pixel durch die notwendigen Leiterbahnen zur Ansteuerung. Kleinere Pixel = mehr Verschnitt. CCFLs werden durch ein/ausschalten übrigens weitaus weniger belastet als die üblichen Neonröhren. Dort altert der Glühdraht und der Zünder durch die Stromimpulse, beides gibt es bei CCFL nicht. Langsames einschalten durch Dimmen hilft bei der Lebensdauer nicht, da das Dimmen nicht den Strom verringert, sondern nur modelliert. Bei Glühlampen nützt dies, weil es den Strom beim Einschalten verringert (Glühdraht ist kalt = kleiner Widerstand = großer Strom = große Belastung), bei Kaltkathodenröhren ist das egal, da es hier keine mechanisch belasteten Teile wie den Glühdraht gibt.
 
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