Erledigt: Empfehlung für Heißluftpistole mit Akkubetrieb und Temperatureinstellung

ATh

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Bisher habe ich selbst nur die Heißluftpistole DHG181ZK von Makita gefunden. Die von Makita ist sicher gut, jedoch nicht gerade preiswert. Da ich die Lösung nur selten brauche, finde ich das Makitagerät etwas überteuert. Es gibt preiswertere Heißluftpistolen mit Akkubetrieb. Aber alle anderen Heißluftpistolen mit Akkubetrieb haben entweder keine Temperatureinstellmöglichkeit oder nur 2 Temperaturstufen. Hinzu kommt, die niedrigste Stufe ist dabei viel zu hoch, meist ~300°C und damit für den
Anwendungszweck im LWL-Bereich viel zu hoch. Hier brauche ich Temperaturen um 100°C, maximal 120°C um die LWL-Kabel nicht zu beschädigen.

Vielleicht hat ja jemand einen Tip.
 
Das Makita-Gerät fängt aber auch erst bei 150°C an, für deinen Anwendungsfall also auch schon zu viel. Die Anforderungen sind schon relativ speziell, Heißluftpistolen sind meist eher in Bereichen ab 300° unterwegs. Relativ speziell und preiswert findet man dann doch eher selten...
Ich habe gerade mal bei Steinel geschaut, da gibt's auf jeden Fall frei einstellbare Geräte auch in dem Temperaturbereich (habe selbst eine, die ab 80°C einstellbar ist - allerdings eine kabelgebundene). Gibt auch tatsächlich ein Akkumodell, Steinel MobileHeat 5 (MH5) wäre das richtige für dich. Akkubetrieb, 50-500°C einstellbar, aber preislich sogar noch über dem Makita-Gerät (kostet ab 167€ ohne Akku und ohne Ladegerät).
 
@cuco: Das Makita-Teil hat ein befreundeter Glasfasermonteur. Wir haben mit mehreren Temperaturmessgeräten festgestellt dass es in der niedrigsten Stufe (zum Glück) je nach Aussentemperatur zwischen 100°C und 110°C liegt. Arbeitsabstand beim Schrumpfen liegt um die 10cm.
Das Steinel-Teil sehe ich mir aber an.
 
Ich nutze täglich 8 Stunden eine Heißluftpistole und das seit 15 Jahren, allerdings sagt meine Erfahrung, dass alle außer die Geräte von Steinel nach weniger als einem Jahr durchbrennen. Die neueren Steinel nach 3-4 Jahren.
Ich habe aber nur Erfahrung mit kabelgebundenen Geräten.
 
x230fan: In der Fertigung haben wir seit 30 Jahren nur Steinel und Leister. Die älteste Pistole ist von Leister, Baujahr 1999, und täglich im Einsatz.
Ursprünglich hatte wir nur Leister, alle baugleich zu unserem Oldi. 2 davon haben uns aber schon "verlassen".

Und ja, auch wir haben die Erfahrung gemacht dass die neuen Modele nicht mehr solange halten wie ihre Vorgänger.

Zu Hause habe ich eine Steinel, die ist Baujahr 1995. Gekauft zum Altlack von Türen im Altbau entfernen. Wird aber halt nicht täglich benutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal zum Verständnis:
Warum muss es zwingend eine Akkulösung sein,speziell wenn Du es nicht täglich brauchst?

Ansonsten,wie empfohlen: Steinel!

Nutze ich seit langen Jahren.
 
@MR6710: Akku braucht es weil an den LWL-Strecken der nächste Stromanschluß 500m oder noch weiter entfernt ist. Für Makita spricht dass deren Akkusystem bei uns schon Standard ist.

Gekauft habe ich diese:

1764921124804.png

Nutzt Makita-Akkus und hat als kleinste Temperatur 50°C. Hatte gestern ihren ersten Einsatz.
 
Autsch,das ist aber die unterste Chinaböller-Kategorie....
Darfst Du damit im gewerblichen Bereich überhaupt arbeiten?

Ich würde ja auf einen kompakten Stromerzeuger bestehen und dann 230-Volt-Geräte damit betreiben.
 
@MR6710 : Nein, unterste Kategorie ist anders. Ist das einzige Gerät was den Anforderungen entspricht. Und CE-Kennzeichnung hat es, auch VDE hat ihm seinen Segen gegeben. Wird auch von seriösen Shops in Deutschland angeboten aber mit Lieferzeit von 6 Wochen.

Und im Unterschied zum dreimal so teurenMakita-Gerät hat es eine elektronische Temperatur- und Luftstromregelung.
 
Geb mal bitte nen Feedback nach nen paar Stunden Einsatzzeit. Wäre eine mobile Lösung für mich.
 
@MR6710 : Nein, unterste Kategorie ist anders. Ist das einzige Gerät was den Anforderungen entspricht. Und CE-Kennzeichnung hat es, auch VDE hat ihm seinen Segen gegeben. Wird auch von seriösen Shops in Deutschland angeboten aber mit Lieferzeit von 6 Wochen.
Naja, CE sagt nichts aus. Das kann jeder Hersteller einfach draufdrucken, wenn er der Meinung ist, dass die Standards eingehalten werden. Nachweisen muss er das nicht. Prüfen muss er dafür auch nichts. Er bekommt halt auf den Deckel, wenn irgendwann herauskommt, dass er gelogen hat. Dafür muss aber jemand anderes erst verdacht schöpfen, das Gerät selbst testen (lassen) - teuer - und dabei muss tatsächlich was eklatant auffallen. Bis dahin sind die fernöstlichen Hersteller aber längst sonstwo... Und in der Regel lässt niemand fremde Produkte nachtesten. Das ist viel zu teuer und passiert wohl nur, wenn es schon zu spät ist (schwere Unfälle damit oder extreme Störungen anderer Geräte, usw.)
Für das VDE-Zeichen ist tatsächlich eine Prüfung nötig. Ob der Hersteller die aber wirklich gemacht hat? Die No-Name-Hersteller mit viel zu günstigen Preisen auf AliExpress und Temu sind schließlich bekannt dafür, die Prüfungen zu ignorieren, die Zertifikate/Prüfzeichen zu fälschen und hinterher zu verschwinden. Das ist keine Ausnahme, sondern sogar eher die Regel. Nicht umsonst wird CE auch gerne als "China Export" bezeichnet.
Auf den Bildern im Netz kann ich auch kein VDE-Prüfsiegel auf dem Gerät erkennen? Nur das CE-Zeichen und das sagt, wie gesagt, überhaupt nichts aus.
Auf die schnelle habe ich auch keinen Shop in Deutschland gefunden, der diese Heißluftpistole verkauft. Vermutlich aus gutem Grund: er müsste als gewerblicher Importeuer sonst für das Gerät haften, wenn es doch nicht die geltenden Bestimmungen einhält (das geht natürlich über CE hinaus). Und das traut sich dabei wohl keiner...

Ich bin daher ganz der Meinung von @MR6710 : Das ist ein Chinakracher unterster Kategorie. Mag funktionieren. Für den privaten Einsatz gelegentlich vielleicht auch okay, wenn man sich der Risiken bewusst ist. Für den regelmäßigen/gewerblichen Einsatz hätte ich mir aber was vernünftiges geholt und wäre mit diesem Gerät sehr sehr vorsichtig.
 
Ein einziger windiger eBay-Händler, gegründet als UG mit 1.000€ Kapital, mit bisher 41 Bewertungen. Aktiv noch unter einem zweiten Account "Vionira" mit ebenfalls nur 92 Bewertungen. Unter seiner Anschrift findet man auch praktisch nix (außer eine paar anderen Betrieben wie einer Wäscherei und einem Hörgeräteakustiker). Vermutlich also seine Privatanschrift? Seine Homepage ist auch tot. Das fällt jetzt für mich nicht in deine Kategorie "seriöse Händler".
Das ist allem Anschein nach ein 1-Mann-Unternehmen und der Inhaber ist auf die Idee gekommen ist, dass man mit Import/Export schnelles leichtes Geld machen kann (immerhin verkauft er das Gerät für fast den dreifachen Preis), ggf. sogar als "Dropshipper" (dann braucht er nicht mal Lagerfläche). Und entweder ist er sich nicht bewusst, welche Risiken er damit eingeht - oder, noch viel eher, er geht sie bewusst ein und kann das bei kleineren Problemen aus seiner guten Gewinnspanne zahlen und bei größeren Problemen haftet er mit dem Firmenkapital. Die 1.000€ sind dann halt futsch, die Firma ist dann "pleite" aber ihm ist das dann egal, dann macht er halt die nächste auf. Schließlich muss er privat nicht haften bei der UG.

Unter "seriöse Unternehmen" verstehe ich - übrigens ja auch Mehrzahl! - "richtige" Firmen.
 
@cuco: Es gibt weitere Anbieter die das Teil unter ihrem eigenen Namen bzw. mit einem anderen Namen der ihrer Handelskette zuordenbar ist verkaufen. Den Tip für das Teil habe ich von einen größeren Installationsunternehmen bekommen. Sie setzen die Heißluftpistole seit über einem Jahr ein da sie sich so die Stromaggregate sparen (und die Umwelt entlasten). Kann also nicht so schlecht sein.

Werde aber berichten wie sich die Pistole so im Gebrauch verhält.

Das gleiche Gerät gibt es mit Kompatibilität auch zu anderen Akkumarken.
 
Den Tip für das Teil habe ich von einen größeren Installationsunternehmen bekommen. Sie setzen die Heißluftpistole seit über einem Jahr ein
Anekdotische Evidenz sagt halt wenig darüber aus, wie gut das Ding tatsächlich Standards und Normen, speziell auch Sicherheitsvorschriften, einhält. Ich will nicht sagen, dass sie das nicht tut. Aber ich bin mir, insbesondere bei dem Preis, auch nicht sicher, dass sie es tut.

da sie sich so die Stromaggregate sparen (und die Umwelt entlasten). Kann also nicht so schlecht sein.
Das ist mit einer Testmenge von 1 (?) bei einer Nutzungsdauer von 1 Jahr noch nicht zu beurteilen. Aber es hätte ja auch Alternativen gegeben, siehe oben, die Mobile Heat 5 (MH5) von Steinel hält sich ziemlich sicher an die Standards und dafür benötigt man auch keinen Stromaggregat.

Werde aber berichten wie sich die Pistole so im Gebrauch verhält.
Wir sind gespannt, auch auf Langzeitergebnisse.

Das gleiche Gerät gibt es mit Kompatibilität auch zu anderen Akkumarken.
Das Gerät von Steinel macht auch bei "CAS" mit und ist damit mit 45 Marken kompatibel was die Akkus angeht.
 
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