gefrorene festplatte

nicklos

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einem bekannten von mir ist die festplatte abgeraucht
lies sich nicht booten wurde nicht mehr erkannt gar nix .
wäre alles nicht so tragisch gewesen , wenn er nicht ein paar wichtige daten auf dem teil gehabt hätte .
nun hab ich mal irgendwo gelesen eine gefrostete festplatte läßt sich kurzfristig reaktivieren .
also hab ich das teil ins gefrierfach und nach einiger zeit in mein ultrabaylaufwerk .
und siehe da platte wird erkannt und ich konnte die daten sichern .
nach ungefähr 2 stunden ist dann die platte wieder verschwunden .

nun die frage

weiß jemand warum das funktioniert ?
 
Erstmal Glückwunsch. Da hat Dein Bekannter ja so richtig Glück gehabt. Du solltest mal ein ernstes Wort in Sachen Datensicherung mit Ihm reden
whistling.png

Warum es funktioniert hat ist natürlich eine gute Frage. Eventuell hat sich durch das zusammenziehen des Materials (Metallteile) und dem anschließenden ausdehnen was gerichtet. Ich denke hier an leitende Verbindungen die dann wieder einen Stromfluß ermöglichten. Stichwort kalte Lötstelle...
Ich tippe daher mehr darauf das es mit der Steuerungselektronik der Platte Probleme gab. Wäre die eigentliche Platte beschädigt gewesen wäre das fast immer ein Totalausfall.

Fazit: Echt Schwein gehabt.

Mögen die Lötstellen mit Ihm sein
biggrin.png


Grüße

Bountykiller
 
Hallo,

manche sagen es liegt daran:
http://en.wikipedia.org/wiki/Curie_point

andere meinen, nachdem der Kopf auf die Platte geschlagen ist, kann er sich nicht mehr so bewegen wie vorher. Durch das gefrieren wird er komprimiert und kommt wieder an Ecken, die vorher nicht mehr erreichbar waren.

Der Trick ist etabliert, aber ich bin froh ihn noch nie benutzt haben zu müssen.

Gruß,
Philipp
 
Das zweifelhafte Vergnügen hatte ich neulich auch. Anruf bekommen, PC geht nimmer, is dringend. Also hin und angeschaut, jo Platte kaputt. Neue rein gemacht und nach dem Backup gefragt. Ja, gibts nicht. 5 Jahre Firmendaten auf einem Supermarkt PC. OT: "Wie kann der denn einfach kaputt gehen?"

Der Datenretter, war natürlich zu teuer, also musste ich ran. Hab dann ein wenig getüftelt und raus bekommen, dass die Platte erkannt wird wenn sie kalt ist. Dann konnte man auf die Platte zugreifen, wenn auch schnarch langsam. Nächstes Problem war dann dass die Daten im Homeverzeichnis von Irgend nem Nutzer waren, die konnte ich also nicht kopieren. Wenn man Admin ist kann man ja die Rechte neu setzen, Dumm nur das das immer sofort abgestürzt ist. Also das Ding bit für bit, in 10min Häppchen (Platte zwischen durch wieder kühlen) mit so nem Tool kopiert und danach entsprerrt. Man was für eine Scheiß arbeit, das waren bestimmt 15h. Aber das musste der Herr ohne Backups alles löhnen - kein Mitleid für die Leute ohne Backup ;).

Sprich, es geht wirklich mit dem Kühlschranktrick :).

Gruß
 
[quote='G. Threepwood',index.php?page=Thread&postID=653413#post653413]Sprich, es geht wirklich mit dem Kühlschranktrick[/quote]
Das kenne ich nur zu gut. habe damals sogar unter/ über die laufende platte Kühlakkus gelegt. :D Hat funktioniert!
 
Warum immer so kompliziert ;) ich hab einfach nen 2m Kabel ausm Keller gehohlt und die Platte in Kühlschrank gelegt^^ Hat super funktioniert. Aber da muss man erstmal drauf kommen :thumbsup:
 
Also Werkstoffe mit einen Curiepunkt unter 100°C findet man bestimmt nicht in Festplatten, und schon gar nicht welche unterhalb des Gefrierpunktes. Sowas ist doch mehr etwas fürs Labor. Ich glaube das Ganze hängt mit den unterschiedlichen Ausdehnungkoeffizienten vom Kupfer zu seinem Substrat zusammen. Bei Kälte zieht Kupfer sich stärker zusammen und es kann sein, dass eine gerisse Verbindung (z.B. auch innerhalb eines Bauelementes) kurzzeitig wieder Kontakt bekommt. Kommt eben auf den Defekt drauf an. Bei Wärme (-ausdehnung) scheint es in diesen Fällen nicht hinzuhauen, sonst würde die Platte ja unter normalen Bedingungen laufen (zumindest sind meine Platten im Betrieb immer recht warm).

Es gibt aber auch genug Defekte, bei denen dieser Trick nicht funktioniert. Und "zwei Stunden", wie zuvor beschrieben, halte ich auch schon für rekordverdächtig.

-peo
 
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