Wir nutzen Solarwärme mit 800l Speicher
Hier geht's aber um Photovoltaik, nicht um Solarthermie.
und haben im Gesamtsystem den Ölverbrauch auf ~2/3 senken könne. Der Anteil Solarwärme übers Jahr total bei 8%
Das geht doch irgendwie nicht auf. Wenn du 8% deiner Heizenergie durch Solarthermie ersetzen kannst, sparst du 8% der anderen Energieform (hier also Öl) ein. Wenn du aber 33% sparst, musst das irgendwo anders herkommen (bewussteres Heizen? Andere Heizgewohnheiten? ...)
(im Sommer nur Solarwärme, aber ..... da braucht es eben auch nur wenig).
Das ist das riesige Problem von Solarthermie: Du bekommst am meisten Ertrag genau dann, wenn du ihn am wenigsten brauchst, nämlich an sonnigen Sommertagen. Und genau dann, wenn du die Energie brauchst (kalte Wintertage/Heizperiode) ist der Ertrag am geringsten. Meiner Meinung nach ist Solarthermie daher heutzutage nur noch "Schnee von gestern". Wenn man sie schon hat, kann man sie natürlich gerne weiter betreiben. Wenn Teile dieser Anlage mal kaputt gehen, sollte man sich aber schon sehr genau überlegen, ob man die überhaupt noch ersetzt und dafür Mehrkosten ausgibt. Neu installieren sollte man Solarthermie heutzutage praktisch nicht mehr. Außer vielleicht man hat einen Verbraucher, der ganzjährig bzw. insbesondere im Sommer Wärmeenergie benötigt. Beheizter Pool z.B., bestes Beispiel wären öffentliche Freibäder. In allen anderen Fällen sollte man bei Neuinstallationen oder bei Ersatz von defekten Anlagen heutzutage wohl auf Photovoltaik setzen. Insbesondere seit die Anlagen so günstig geworden sind.
PV ....... scheitert am Speicher, da kann ich noch so viel rechnen (E tagsüber wenig nötig, nachts nix PV).
Warum scheitert eine PV-Anlage am Speicher? Abgesehen davon, dass Speicher langsam bezahlbar sind, sich daher in ihrer Lebensdauer voraussichtlich amortisieren werden, braucht man tagsüber ja auch Strom. Kühlschrank, Gefrierschrank, Spülmaschine, Waschmaschine, E-Herd, Backofen, PC/Laptop, usw. das läuft alles in der Regel (auch) tagsüber und die Kosten davon kannst du über eine PV-Anlage auch ohne Speicher plötzlich einsparen.
Wärmepumpe ....... teure Haussanierung nötig, kostet wie Abriss und Neu.
Das ist doch Quatsch. Du kannst in jeden unsanierten Altbau 'ne Wärmepumpe setzen. Dafür ist keine Haussanierung nötig.
Windrad ....

.... da denke ich noch nach, zusammen mit Don Quijote
Windrad ist halt so eine Sache. Der Ertrag von Windrädern ist gigantisch, wenn man den Flächenbedarf mal mit PV-Anlagen vergleicht. Aber: So richtig Ertrag bringen die Dinger nur, wenn sie entsprechend hoch sind. Und das ist bei den kleinen Anlagen für das Einfamilienhaus nicht annähernd gegeben. Umgekehrt braucht man aber für eine PV-Anlage zu Hause keine zusätzliche Fläche, das Dach ist eh da. Aus den Gründen lohnen sich Kleinstwindräder für zu Hause selten, zumindest nicht im Vergleich zu einer PV-Anlage auf dem Dach. Im großen Maßstab "weiter draußen" sieht es umgekehrt aus. Fläche "weiter draußen" für PV-Anlagen zu versiegeln bzw. an diese zu verlieren ergibt nur in wenigen Fällen Sinn (Solarüberdachte Parkplätze z.B., oder Flächen die sonst aus anderen Gründen eh "tot" sind), dafür kann man hier aber extrem ertragreiche Windräder im großen Maßstab aufbauen.
Ich halte es auch für volkswirtschaftlichen Wahnsinn, wenn jeder Privathaushalt im Keller einen Akku parkt, statt dass man die eingespeiste Energie kommunal speichert.
Das würde ich nicht so pauschal sehen. Beide Varianten haben ihre Vorzüge. Klar, einige Komponenten braucht man bei großen Speichern nur einmal, die man sonst für jeden Keller braucht, wie z.B. Wechselrichter oder ganz banal die Gehäuse der Speicher. Andererseits müssen diese aber auch entsprechend größer dimensioniert sein, so dass man zwar spart, aber auch nur begrenzt. Umgekehrt können kleine Speicher zu Hause das Netz dezentralisieren und damit extrem entlasten. Strom wird immer besser genau dort verbraucht, wo er auch erzeugt wird. Damit fließt immer weniger von dem immer höher werdenden Stromverbrauch durch das allgemeine Stromnetz. Der Ausbau davon muss dadurch sehr viel langsamer passieren, was volkswirtschaftlich wieder allen zu gute kommt.