@ Niemand:
Ich habe ebenfalls auf einem C64 angefangen und für einen Kompletteinsteiger ist das minimale BASIC des C64 wirklich ideal. Es gibt ja nur knapp 30 Befehle, die hat man im Handumdrehen gelernt. Weitere Vorteile sind, daß man sofort mit Programmieren beginnen kann und auch nicht durch irgendwelche Variablendeklarationen, Compiler, Debugger oder sonstwas immer wieder gestoppt wird. Einfach RUN eingeben und los geht's. Allerdings kann man dann auch leicht so tolle Fehlermeldungen wie ?SYNTAX ERROR IN 120 (und das ist noch die einfachste) bekommen oder es gibt einen Komplettabsturz. Daurch lernt man aber auch, Programmfehler selbst korrigieren zu können anstatt das einem Debugger zu überlassen. Wenn man dann mehr machen will, kann man sich die Systemroutinen und die Speicheradressen zunutze machen. Und das ist beim C64 ebenfalls sehr einfach, da sich die Positionen ja nie ändern, man kann z.B. aus Speicheradresse 186 immer das zuletzt verwendete Diskettenlaufwerk herauslesen. Falls mal Interesse besteht, ich habe für Windows einen komplett vorkonfigurierten VICE-Emulator, reduziert auf C64, C64 mit SuperCPU und C128. Der Floppyspeeder JiffyDOS usw. ist alles dabei. Einfach nur nach C:/ kopieren und fertig.
Bei mir ist es inzwischen so, daß ich auf modernen Rechnern gar kein Interesse mehr am Programmieren habe. Es gibt fast alle Arten von Software, die man nur brauchen kann, auch als Freeware. Ich habe mal mit RealBasic experimentiert, daß muß man sich erst sein GUI zusammenbauen, dann Variablen und Menüs deklarieren, dann darf man vielleicht mal anfangen zu programmieren (wobei einem der Editor dann auch wieder alles einrückt) und vor dem Test kommt dann erst der Debugger und motzt dann wieder rum, daß da was nicht stimmt. Das nervt echt. Ich würde gern mal mit 8502-Assembler auf dem C128 anfangen, aber alleine habe ich nie die rechte Lust dazu. Assembler auf dem C64 kann eine echte Faszination ausüben, wenn man verstehen kann, wie das alles abläuft. Der Rechner hat ja gerade mal 0.985 MHz, etwa 40K nutzbaren Speicher, 8K Grafikspeicher und 1000 Bytes Farbspeicher. Der Prozessor hat noch nicht mal Multiplikations- oder Divisionsbefehle. Gerade im Bereich der Demoszene gibt es so optimierte Programme, und sie sind zu 100% menschgemacht, es gibt keine Hilfen vom Computer. Und daß da
solche Sachen möglich sind, ist schon genial. Beim Demo Cubase64 wird übrigens ein MP3 decodiert, auf einem Soundchip abgespielt, der eigentlich keine Samples kann und dazu noch in Echtzeit verfremed. Mit weniger als 1 MHz! Durch entsprechende Programmierung des Videochips sind auch mehr
Farben und
höhere Auflösungen möglich. Nach 16 Farben bei 320x200 Pixeln sehen die Bilder in Den Demos nicht aus. Die Grafikdemo wird übrigens von einer SD-Karte mit einer 16 MB-REU (Speicherwerweiterung mit DMA-Controller) abgespielt.