RE: Rescue and Recovery oder True Image?
Die Frage gab es so oder so aehnlich bereits im amerikanischen Thinkpadforum.
Hier war man mit Acronis TrueImage auch sehr zufrieden. Es gab aber auch noch andere Alternativen.
Ich verwende aktuell noch TrueImage 9. Den einzigen Vorteil in der aktuellen Version 10 sehe ich fuer mich im direkten Beschreiben von CDs/DVDs, ohne diese zuvor in UDF formatieren zu muessen.
TrueImage hat mich noch NIE im Stich gelassen und ich kenne persoenlich keine Berichte, wo das bei anderen der Fall war. Ich sehe es als besseren Ersatz fuer das oftmals problembehaftete R&R an (ich sage nur Updates und Image-Kompatibilitaet). Sehr gut finde ich auch das Startup-Recovery mit eigener grafischer Preboot-Umgebung auf Linux-Basis. Dieses liegt, aehnlich der HPA, auf einer versteckten Partition am Ende der Festplatte. Hier kann man auch Imagedateien ablegen, wenn diese gross genug gewaehlt wurde. Da ein schlankes Linux im Hintergrund lauft, kann man auch externe USB-Festplatten problemlos einbinden. Ich nutze eine 2,5" HDD, um ein komplett-Image vom Notebook jederzeit bereitzuhalten. Zu Hause sichere ich meist direkt auf ein Netzlaufwerk. Mit alten TrueImage Versionen vor 8.0 funktionierte das fast nie. Danach wurde erheblich daran gearbeitet und ab da sind diese Probleme auch Vergangenheit. Ob DHCP oder manuelle IP-vergabe ist auch egal. Die Netzwerkkarte im T60 ist auch von der Performance her sehr gut, sodass 40GB bei 100Mbit und maximaler Kompression in ca. 35-40 Minuten gesichert sind. Differentiell/Inkrementell soll auch gut funktionieren, aber ich habe das bisher kaum genutzt. Beim Ablegen auf der Startup Recovery Partition muss man auch sehr vorsichtig sein, denn bei Platzmangel wird das aelteste Image ohne Vorwarnung geloescht...und wenn das die Basis fuer ein Inkrementelles/Differentielles war -> Pech.
Und fuer Core(2)Duo-Besitzer: TrueImage (9) unterstutzt mehrere Prozessoren und wenn ich die unter Zeiten Win/Linux vergleiche, dann scheinbar auch unter Linux (Startup Recovery) - das ist Spitze, denn selbst bei maximaler Kompression ist die Festplatte bei mir noch das langsamste Glied ;-)
Wer also 'R&R' nicht (mehr) vertraut, kann TrueImage 9/10 bedenkenlos einsetzen. Damit sind Backups/Images ein Kinderspiel und in kurzer Zeit erledigt und kaputte Betriebssysteme oder geloeschte Daten sind kein Thema mehr. Ich kann es nur empfehlen.
Noch eine kleine Anekdote:
Letztens wollte ich nach einem Bluescreen die letzte Windows-Sicherung von vor 5 Tagen herstellen, da diese bekanntlich problemlos lief. Die Ruecksicherung erfolgte ueber mein Netzwerk, aber irgendwie war die Verbindung sehr langsam (statt 10 Minuten sollte es 2h dauern) nach 5 Minuten habe ich schliesslich abgebrochen, um die Ruecksicherung von USB-festplatte zu starten. Trotz Abbruch sagte mir TrueImage (Linux-basierte Version), dass die Ruecksicherung erfolgreich war. Nauerlich war sie das nicht und es hinterblieb sogar eine "geschredderte" Windows-C-Partition - logisch. Nach einem Neustart hatte Startup Recovery zu meiner Ueberraschung die Laufwerksbuchstaben nach vorn verschoben, sodaß ich meiner bisherigen Windowspartition statt "C" den Laufwerksbuchstaben "F" zuweisen musste. Ich habe schon mit Anmeldeproblemen unter Windows gerechnet, aber glueklicherweise ist nach nun erfolgreicher Ruecksicherung "C" wieder "C" und "D" ist auch "D". Obwohl es TrueImage selbst anders erklaert, scheinen die Laufwerksbuchstaben im StartUp Recovery nur fuer diesen zu gelten. Aber letztendlich funktionierte es alles wieder so, wie es sollte.