T4x (T40-43) Truecrypt-Verschlüsselung T410i

ThinkPad t40, T41, T42 und T43

nachtpult

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Hallo,
Ich habe mir vor etwa einem Monat ein T410i gekauft, bin sehr zufrieden damit, hier vorerst die Daten:
T410i
Core i5 M 450 @ 2.40 Ghz
RAM: 4,00 GB
Windows Professional 64 Bit
Matt 1440x900
Samsung HD154UI mit 250 GB
NVS 3100 256 MB

Ich glaube das wäre das wichtigste.
Ich habe nun 2 Fragen. Ich habe gelesen dass Thinkpads der T4x Reihe seit dem T400 standartmäßig verschlüsselte Festplatten haben, also eine hardwarebasierte Verschlüsselung. Ist diese Verschlüsselung besser als die von mir benutzte Truecrypt Verschlüsselung über Version 7a mit Bootloader?

Die andere Frage wäre:
Ich habe wie gesagt via Truecrypt mit Bootloader verschlüsselt. Allerdings ist meine Festplatte aufgeteilt in die Windows Partition und eine ca. 10 GB große Recovery Partition. Mit Truecrypt ist nun allerdings nur die Windows Partition verschlüsselt. Ist nun die Recovery Partition ein Risiko, da die Hardware die selbe Festplatte wie die Windows Partition ist, allerdings unverschlüsselt? Also dass man von der Recovery Partition aus die Windows Partitionsverschlüsselung auslesen kann?
Ich hoffe ihr versteht was ich meine, danke schon mal!
MfG
 
Ich glaube zu wissen, dass die FDE des T400 ausschließlich auf AES basiert, wogegen TC Verschlüsselungsmethoden kombinieren kann.

Zweite Frage: Das ist mE nicht möglich, keine Sorge.
 
Super, danke.
Eine Frage noch. Ich habe gelesen dass das Trusted Platform Module (bei mir ist glaub ich 1.2 verbaut) knackbar ist, ein bekannterer Hacker hat das mit einem Materialaufwand von etwa 200.000 Dollar geschafft, weiß allerdings nicht mehr genau welcher. Da es gegen Truecrypt mit Bootloader immer noch nur Bruteforce hilft, ist das dann nicht sicherer?
 
Mir ist nicht bekannt, dass es gelungen ist eine TC verschlüsselte Systempartition zu knacken. Die Ausnahme war Evil Maid, aber im BIOS kann man ja verbieten, dass von was anderem als C: gebootet wird und gut is.
Das einzige, was mich am TC Bootloader stört, ist dass die die PW-Eingabe nur am Notebook erfolgen kann, da die externe Tastatur nicht läuft (is ja noch kein Treiber geladen).
Wirklich sensible Daten hab ich auf einem Ironkey, beispielsweise Emails (Portable Thunderbird), und der ist nun wirklich - bislang - unknackbar.
 
Nein, soweit ich weiß war das Bitlocker, und die Hardwareverschlüsselung des TPM 1.2 wurde hardwareseitig geknackt, also der Chip ausgelesen.
http://www.heise.de/security/meldung/Hacker-liest-Kryptoschluessel-aus-TPM-Chip-aus-926883.html
Hier ein Link dazu.
Diese Ironkeys sehen gut aus, ist das vergleichbar mit den Lenovo Festplatten mit integriertem Numpad, oder sicherer? Bräuchte schon etwas mehr Speicher, und als Schüler wirds ab ein paar 100 Euro schon eng für einen 8 GB Stick ;)
 
Bis hierhin hatte Tarnovsky rund sechs Monate benötigt und zahlreiche TPM-Chips verschlissen. Das Auslesen eines Lizenzschlüssels aus einer XBox 360, in der Infineons TPM ebenfalls steckt, soll ihn dann jedoch nur noch sechs Stunden gekostet haben.
Musste an der Stelle lachen..
Microsoft und Sicherheit ;)
 
M
Das einzige, was mich am TC Bootloader stört, ist dass die die PW-Eingabe nur am Notebook erfolgen kann, da die externe Tastatur nicht läuft (is ja noch kein Treiber geladen).

Nein, läuft problemlos über an die Dockingstation angeschlossene USB-Tastatur. Dafür brauch es keinen speziellen Treiber.

Ich nutze Bitlocker und bin ganz zufrieden damit. Ist auch recht flexibel.
 
Der Ironkey ist nicht günstig, schon klar, muss man halt abwägen ob es dafür steht.
Die Lenovo HD mit dem Numpad hab ich auch mal angedacht, was mich stört, war einmal dass zwei USB-Anschlüsse gebraucht werden und dass das Pwd nur max 16 Stellen haben darf, abgesehen davon, dass es nur Zahlen, also kein wirklich "sicheres" Pwd mit Sonderzeichen sein kann.

@SF6: Wie das? Geht bei mir auch mit direkt am NB angeschlossener USB-Keyboard nicht, andere haben das auch schon im Truecrypt-Forum diskutiert und ich hab im Hinterkopf, dass die Programmierer von TC das als Sicherheits-Feature bewußt ausgeschlossen haben.
 
Gibts dann eine brauchbare Alternative für die Festplatte? Oder sollte man einfach eine normale Externe kaufen und das Teil mit TC verschlüsseln?
 
Wie gesagt kommt es immer darauf an, ob der Aufwand überhaupt gerechtfertigt ist. Eine normale Ext mit TC ist sicher keine schlechte, vor allem aber eine günstige, Lösung.

Beachte aber immer, dass grundsätzlich jede Verschlüsselung unsicher ist, und zwar nicht zuletzt deshalb:

security.png
 
Aber Bitlocker ist nicht Open Source, gibt viele Gerüchte über Backdoors..

Open Source ist per se auch nicht sicherer. Oder bist du den Source Code durchgegangen und checkst deinen TC Download und vergleichst Hashes?

Gerüchte, alles Gerüchte. Mehr ist das nicht. Wahrscheinlich von irgendwelchen Linux Jüngern in die Welt gesetzt um Windows' Verschlüsselung madig zu reden :thumbsup:
Vorteil ist halt: Einfache Einbindung von versch. ext. Medien. Werden automatisch erkannt und entschlüsselt (wenn C:/ verschlüsselt ist). Brauch' keine Angst mehr zu haben, die Festplatten unter Windows aus Versehen zu formatieren. Und irgendwie erscheint mir Bitlocker "sicherer" zu sein. Sicher im Sinne von ausfallsicherer und problemresistenter. Mir sind schon einige TC Partitionen verreckt, die ich nicht mehr wiederherstellen konnte (auch nicht mit dem Backup Header). Seitdem lasse ich von TC die Finger (auf Produktivsystemen).
Nachteil: Mittlerweile nur in der Ultimate und Enterprise Version. Also TC ist mit Sicherheit günstiger.

Zur USB Tastatur und TC:
Verstehe ich echt nicht. Auch am Desktop ist die Tastatur per USB angeschlossen und läuft mit TC. Warum soll das nicht mit einer Tastatur funktionieren, die am Notebook per USB angeschlossen ist?
Und was hat das mit Sicherheit zu tun? Das Passwort musst du immer noch eingeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
nein, aber ich gehe davon aus dass der quellcode offen ist, und das immer jemand anschaut, ich natürlich nicht, bin kein profi auf dem gebiet..
natürlich, das problem beim passwort ist immer der nutzer..
 
@SF6: Am Desktop ist das eine andere Geschichte, am NB allerdings erkennt der Bootloader nur die originäre NB-Tastatur und lädt keine Treiber für USB-Tastaturen.
Mit Sicherheit hat das insofern zu tun, alsdass man so allfällige Hardware-Keylogger verhindert.
 
Sicher? Ich meine mein alten Notebook über TC verschlüsselt zu haben. Da hing ganz sicher eine USB Tastatur dran.
Ist allerdings schon ein bisschen her.

Keylogger sind doch auch am Desktop ein Probleme. Viel eher, als beim Notebook.
Für USB Tastaturen brauch man doch keine Treiber. Sonst würden die doch im Bios auch nicht funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
nein, aber ich gehe davon aus dass der quellcode offen ist, und das immer jemand anschaut, ich natürlich nicht, bin kein profi auf dem gebiet..
Open Source ist potentiell sicherer, weil es möglich ist, den Quellcode komplett zu überprüfen. Aber daß das immer passiert ist keineswegs sicher.
Vor einigen Wochen gab es mal die Vermutung, daß in Code von OpenBSD (eine BSD-Version, die sehr stark auf Sicherheit achtet), vor Jahren Backdoors für amerikanische Geheimdienste eingeschleust worden sein sollen. Die Fachleute hielten das offensichtlich für möglich, sonst wäre das Thema nicht lange diskutiert worden.

Also: Die potentielle Sicherheit bedeutet nicht, daß dieses Potential auch ausgeschöpft wird.

Umgekehrt ist der Quellcode von proprietärer Software zwar meist für die Allgemeinheit nicht zugänglich, trotzdem gibt es bei sicherheitskritischen Teilen oft Codereviews. Oder glaubst du, daß z.B. Geheimdienste oder Streitkräfte Software unbesehen kaufen?
Nur laufen solche Reviews dann unter NDA (Nondisclosure Agreements) und werden deshalb nicht bekannt.
Das macht proprietärer Software nicht sicher, relativiert aber den vermuteten Sicherheitsvorsprung von FOSS doch deutlich.
 
gibts keinen bestätigten bericht dass der truecrypt quellcode schon überprüft wurde?
Ja, habe von der BSD Backdoor in Cryptome gelesen, war ein recht ausführlicher Bericht. Und ich schätze mal dass Nachrichtendienste und Streitkräfte an die Quellcodes rankommen von der Software die sie benutzen, nur hald auf recht hohem Sicherheitslevel..
 
Das liegt sicher nicht am Keyboard, habe TC auf mehreren Rechnern mit verschiedenen Keyboards am laufen. Ist ja auch kein wirkliches Problem.

Ad TC: TrueCrypt is open-source, but has anybody actually reviewed the source code?

Yes. In fact, the source code is constantly being reviewed by many independent researchers and users. We know this because many bugs and several security issues have been discovered by independent researchers (including some well-known ones) while reviewing the source code.

TC FAQ
 
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