Linux auf T61

dirkk

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Hallo,

da ich mein T61 noch als Zweitrechner nutzen möchte und das Kubuntu 7.10 doch ziemlich verstaubt ist, möchte ich darauf ein aktuelles Linux installieren.

Erste Frage: Der Prozessor ist ein Intel Core 2 Duo T7500. Sehe ich es richtig, dass ich ihn mit 64 bit betreiben kann? Wenn das geht, würde ich das bevorzugen. Oder ist bei einem solchen (alten) Prozessor ein 32 bit System in jedem Fall sicherer?

Da ich gerade Ubuntu 10.10 ohne Probleme installiert habe, möchte ich auf dem Zweitrechner etwas experimentieren. Ich neige zu Debian 6, oder noch eher zu Fedora 14 (15).

Ich tendiere stark zu Gnome, weil ich den Gnome 2.32 richtig gut finde. (Früher hatte ich immer KDE). Jetzt lese ich aber, dass Gnome ja geradezu vom Aussterben bedroht ist. Wie ist da bei anderen Gnome-Fans die Stimmung? Weiterhin mit Gnome (oder gar Unity) leben, oder wird KDE klar das bessere System werden?
 
Ja, Core2Duo-CPUs sind alle 64bit-fähig.
Der Rechner ist grundsätzlich auch leistungsfähig genug, ein solches System laufen zu lassen. Tatsächlich sind die Anforderungen von 64bit-Systemen nicht viel höher als die von 32bit.

Aber die Frage ist, ob es sich lohnt.
Wenn du 4 oder mehr GB RAM im Rechner hast oder in Zukunft aufrüsten willst, lautet die Antwort ganz klar: 64bit

Ansonsten gibt es keine Notwendigkeit. Einige Programme laufen zwar unter 64bit schneller als unter 32, dafür kann es aber mit anderen Programmen oder Bibliotheken Probleme geben, weil diese mit 64bit nicht klar kommen. Selten, aber kann passieren.
 
Unter 64bit laufen viele Operationen schon deutlich schneller, als unter 32bit. Daher wäre/ist es meine Wahl.

Gnome wird wohl sicher nicht aussterben, wenn die User das nicht wollen.

Schau dich einfach um. Fedora, openSuse, Debian.. alles wartet darauf installiert zu werden ;)
 
Bei einem C2D kannst du ruhig zu 64-bit greifen. Bei vereinzelten Anwendungen gibt es noch Probleme mit 64-bit, aber eigentlich läuft alles was man so braucht ;) Ich habe seit einem Jahr auch nur noch 64-bit auf meinen TPs und es gibt keinen Grund zur Klage.
Heutzutage braucht man eher Argumente weshalb es nicht ein 64-bit System sein soll.

Wenn du experimentieren willst, dann probiere ruhig herum. Aber wenn schon, dann eher Fedora. Debian und Ubuntu unterscheiden sich (bitte nicht hauen!) wenn einmal konfiguriert für den Nutzer quasi nicht. Fedora hat afaik wenigstens eine andere Paketverwaltung.

Und wenn du schon rumprobierst, gib Unity doch eine Chance! Ich verstehe die Ablehnung nicht - ich habe die 11.04 beta ausprobiert und finde es überraschend gut. So ein paar Dinge sind doof, der Zugriff auf die installierten Programme außerhalb des Launchers. Aber allgemein hat Unity echt Potenzial, vor allem die effiente Nutzung der Bildschirmfläche bei 16:10 ist schön.
Gnome 2.32 wird ja nicht sofort tot sein. Für die nächsten Jahre würde ich mir da keine großen Gedanken machen. Schließlich wird Ubuntu 10.04 LTS noch zwei Jahre offiziell unterstützt.

Grüße
bassplayer
 
mit 2 gb kann man schon noch ganz gut arbeiten. die alltäglichen dinge gehen ohne weiteres. willst du mit virtuellen maschine jonglieren, dann wirds eng. ;) belass es erstmal bei den 2 gb und sieh selber. wenn das system ständig den swap benutzt, dann solltest du den ram aufstocken. andernfalls ist es nicht nötig.
 
Welche Distribution Dir am besten gefällt, solltest Du selbst herausfinden.

In Anlehnung an das bisher gesagte, kann ich nur zu einem 64-bit-System raten. Unter Fedora konnte man da auch 32-bit-Anwendungen - z.B. Skype - laufen lassen. Man musste nur entsprechende Bibliotheken nachträglich installieren, was manchmal etwas Recherche erforderlich macht.

Ich bin vor wenigen Monaten von Fedora 14 zu Ubuntu 10.04 LTS gewechselt. Ubuntu lief auf dem T61 überraschend gut und ootb. Allerdings gibt es Aspekte, die Fedora definitiv besser beherrscht als Ubuntu. So z.B. den Audioserver pulseaudio. Besonders stelle ich das unter meinem Desktop-Rechner fest (ein Athlon XP 2100+ als bare bone von Shuttle). Dort habe ich regelmäßig Abstürze des Audioservers. Unter Fedora 14 war pulseaudio problemfrei.

Zu den zwei Distributionen muss gesagt werden, dass Fedora eine ganz andere Politik fährt als Ubuntu.

Bei Ubuntu werden z.B. teilweise Closed-source-Treiber, -Programme etc. von Haus aus unterstützt und stehen in den distributionseigenen Quellen bereit. Ferner ist Ubuntu - zumindest die Desktop-Edition - auf Einzelanwenderbetrieb ausgelegt. Das heißt, man kann als Hauptanwender alle administrativen Sachen ausführen.

Fedora hingegen setzt ausschließlich auf open source. Um dort den Nvidia-Grafiktreiber zu installieren, muss man zunächst eine externe Paketquelle hinzufügen. Danach ist das aber auch soweit unproblematisch. Außerdem muss man bei Fedora einen Administrationsnutzer (root) anlegen. Die Anwender an sich haben keine Administrationsrechte.

Die zwei Distributionen setzen zwar auf verschiedene Paketverwaltungen - Fedora benutzt yum und Ubuntu get-apt - , sind aber von der Bedienung her ähnlich.

Signifikant ist, dass Ubuntu die wohl größte Nutzer-Gemeinschaft hat. Außerdem gibt es für Ubuntu das vom linrunner angebotene TLP. Wie ich das auf Fedora bekommen sollte, würde zumindest meinen Horizont zunächst übersteigen. Trotz der kürzlich geäußerten Kritik an Ubuntu bin ich zumindest auf meinem T61 damit recht zufrieden. Allerdings werde ich wohl Fedora 15 mal eine Chance geben.

PS: Unter Fedora kann man auch mehr als 3 GB RAM unter einem 32-bit-Kernel verwenden. Dafür sind die so genannten PAE-Kernel entworfen. Gibt's vielleicht auch unter Ubuntu.
 
PS: Unter Fedora kann man auch mehr als 3 GB RAM unter einem 32-bit-Kernel verwenden. Dafür sind die so genannten PAE-Kernel entworfen. Gibt's vielleicht auch unter Ubuntu.
Ich arbeite seit Jahr und Tag mit Debian/unstable als "rolling release". Verwende in einem seit weit über zehn Jahren immer nur aktualisierten System (welches bereits mehrfach auf neuere Hardware umgezogen wurde) bisher nur 32bit-Zeugs. Seit etwa zwei Jahren habe ich immer einen aktuellen Debian-Kernel in der 64bit-Version laufen, der mir anstelle eines PAE-Kernels den Zugriff auf die im T61 verbauten 8GB RAM bereitstellt, und mit dem sich das 32bit-Userland ganz wunderbar verträgt. Wenn ich mal wieder viel Zeit habe, und noch ein Quentchen mehr Leistung zu benötigen glaube, dann stelle ich auch mal mittels Neuinstallation das Userland auf 64bit um. Aber das kann gern noch warten. ;)

Ein 64bit-Ubuntu hatte ich mal aus reiner Neugierde parallel installiert, und war sehr davon angetan, wie es quasi out of the box auf dem T61 lief. Wer keine Lust auf Linux-Basteleien hat, dem empfehle ich, von Anfang an gleich auf Ubuntu zu setzen.
 
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Habe mal Fedora 14 gebootet, und es lief ganz gut. (Naja, vielmehr als Gnome "sieht" man ja erstmal nicht.)

Werde wohl Fedora 14 (64-bit) installieren. Muss allerdings erst noch viele sensible Daten sichern.

Wie sieht es eigentlich mit deutscher Sprache aus? Ist das so umfassend wie bei Ubuntu?

Mit Ubuntu 10.10 bin ich auch bestens zufrieden und hätte deswegen auch absolut nichts dagegen, es nochmal zu installieren. Es funktioniert bisher alles out of the box (oder mit trivialer Anpassung). Insbesondere positiv überrascht bin ich auch davon, dass alle möglichen Arten, ins Internet zu gehen, ohne Probs funktionieren. (WLAN, UMTS-Modem intern / USB, Webcam etc. pp.)

Mit Fedora will ich nur meinen Horizont etwas erweitern. Es muss ja auch noch Gründe geben, damit man sich auf den Zweitrechner einloggt :D
 
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Mit Fedora will ich nur meinen Horizont etwas erweitern. Es muss ja auch noch Gründe geben, damit man sich auf den Zweitrechner einloggt :D

Du sagst es. Ich spiele ja mit dem Gedanken, wieder Fedora - allerdings F15, sobald es stable ist - auf meinem Barebone laufen zu lassen. Für Datentransfer kann ich immer noch sshfs oder die Pidgin-Lösung Bonjour nehmen.
 
Ich hatte leider bei meinem Versuch, mit einem 64-bit-Linux auf meinem R500 zu arbeiten einigen Huddel, so daß ich schnell wieder auf ein 32-bit-Linux mit einem pae-Kernel (um meine 4GB Arbeitsspeicher voll zu nutzen) umgestiegen bin. Die Probleme lagen nicht am System selber, sondern vor allem an dem Flash-Player, der in der 64-bittigen Variante kaum zu nutzen war. Auch Abdobe Air, bzw. Tweetdeck liefen grottenschlecht und stürzten ständig ab. Hinzu kam, daß ich einige ältere Programme nutze, die nicht mehr weiter entwickelt werden und die nur unter einem 32-bit-System zum Funktionieren zu überreden waren.

Einen Performance-Gewinn konnte ich kaum feststellen, so daß ich keinen Sinn für mich in einem 64-bit-System sah. Aber: Probiere es! Mein Versuch ist schon fast ein Jahr her und möglicherweise ist Flash & Co. inszwischen nutzbar.

Nachtrag: Bei mir läuft Linux-Mint 9, also die LTS-Variante. Damit habe ich noch etwas Ruhe vor Unity und dem neuen Gnome. Unity tue ich mir nicht an, und das neue Gnome werde ich in einer virtuellen Maschine testen. Aber ich überlege mir langfristig wieder die Rückkehr zu KDE, da mir die Reduzier-Wut der Gnome-Entwickler inzwischen etwas zu weit geht. Auch wenn ich momentan von meinem derzeitigen Gnome echt begeistert bin.
 
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Was Flash angeht, lässt sich das unter Ubuntu ganz prima nutzen, indem man es per Firefox-Plugin Flash Aid installiert. Auch die 64-bit-Variante läuft mittlerweile stabil.
 
@ erdrandbewohner:
gnome3 in ner vm zu testen dürfte schwierig werden, da es 3d-unterstützung benötigt und bei dessen fehlen einen gnome2-ähnlichen fallback-modus benutzt.
 
Aus persöhnlicher Erfahrung wirst du wohl mit Fedora und Ubuntu die geschickteste (stressfreieste) Wahl treffen.
Die Ubuntu Community hat zum Beispiel seehr viele tolle Sachen, und du hast den Vorteil der Kompatibilität mit Debian Zeugs.
Persönlich fahre ich 10.04 LTS auf 64 bit auf einem X61 Tablet.
Installation problemlos! Alles bis auf das Knubbelscrollen mit der mittleren Maustaste ging OOTB.
Bei 2 GB RAM wirst du wohl mit 32 Bit besser fahren, wenn du nicht nur Klickibunti benutzt, sondern auch etwas mehr damit machen willst.
Bei mir gabs zum Beispiel unter 64 bit immer Probleme mit dem Druckertreiber unter CUPS, da dieser nur in 32 Bit vorliegt...-.-
Was du schlussendlich tust bleibt ja dir überlassen.

Auf jedenfall viel Spass mit einem Stabilen System für lernwillige kostenscheuende Endanwender^^
 
@ erdrandbewohner:
gnome3 in ner vm zu testen dürfte schwierig werden, da es 3d-unterstützung benötigt und bei dessen fehlen einen gnome2-ähnlichen fallback-modus benutzt.

Das stimmt mich hoffnungsvoll, denn eigentlich möchte ich diesen Shell-Kram nicht nutzen. Bin da konservativ und mag die "klassischen" Desktops wie KDE 3.x oder Gnome 2.x. Ich hoffe, daß man den Fallback-Modus trotz 3-D-Beschleunigung erzwingen kann. Wir werden sehen... :)

Was das Testen in einer virtuellen Maschine angeht: Hier gibts ne Anleitung, wie man Unity in ner VM testet, ohne daß aufgrund fehlender 3-D-Eigenschaften das normale Gnome gestartet wird. Dürfte bei Gnome 3.x wohl ähnlich sein. Ich werde es beizeiten mal ausprobieren.
 
Habe Fedora 14 x86_64 gestern noch installiert bekommen. Von der Live-CD war es unproblematisch. Allerdings war das Partitionierungstool dabei sehr unflexibel, und so habe ich eine kleine Feinjustierung einfach gelassen.

Zwei Dinge sind mir bisher aufgefallen (hatte noch nicht soviel Zeit):

1. Der Grub würde standardmäßig Windows booten, wenn ich nicht eingreifen würde. Kann ich das beeinflussen?

2. Habe bisher DSL nicht zum Laufen bekommen. Nach Eingabe der Daten und des Passworts gibt es eine Fehlermeldung "cannot save" irgendwas mit ppp oder pppoe. Kann das sein, dass da irgendwo die Rechte nicht stimmen?

Seltsamerweise habe ich den USB-Surf-Stick ohne Probleme zum Laufen gebracht (es gab zwar einmal eine ähnliche Fehlermeldung, aber bei zweiten mal nicht mehr.).

Ansonsten scheint Fedora recht resourcen-sparend zu sein und wenig RAM zu verschwenden. EDIT: Nach dem Hochfahren sind etwa 500 MB Hauptspeicher verbraucht.

EDIT2: Der Fehler bei 2. sagt genau: Hinzufügen der Verbindung fehlgeschlagen. Saving connection failed: (0) Can't write connection type 'pppoe'

EDIT3: Das pppoe-Problem ist gelöst, nach der Anleitung von

Code:
http://live.gnome.org/NetworkManager/SystemSettings

In die /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf musste ",keyfile" hinzugefügt werden.

So bin ich denn nun mit Fedora online... :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte leider bei meinem Versuch, mit einem 64-bit-Linux auf meinem R500 zu arbeiten einigen Huddel

Kann ich so nicht bestätigen. Bei mir läuft auf nem R500 mit 4Gb Ram Ubuntu 10.10-64 völlig stressfrei. Sohnemann hat ein T61p mit 10.04-64, auch mit 4 GB Ram > auch da gibts keinerlei Probleme. Weder mit "flash" noch mit irgendwelchen Druckertreibern (in meinem Fall Brother)

Frieder
 
Ich war schon drauf und dran zu berichten, dass Fedora 14 wunderbar läuft und "alles" funktioniert, und nun das:

Es laufen Prozesse

kondemand/0
events/0

die jeweils um die 33% CPU verbrauchen. Manchmal auch

kblockd/0

(oder auch mit /1)

Der Rechner wird spürbar langsam. Außerdem kriege ich keine eth0-Verbindung mehr hin. Stattdessen leuchten die Lampen an der LAN-Buchse durchgehend, unabhängig davon, ob ein Kabel steckt oder nicht. Steckt das Kabel, so wird es nicht erkannt. Neubooten ändert an all dem nichts.

Ich weiss nicht, ob die beiden Dinge zusammenhängen. Es ist heute plötzlich "da".

Gestern habe ich einige Sachen installiert, u. a. einen neuen Kernel (aber auch Booten des vorherigen ändert nichts), powertop (habe ich wieder deinstalliert), gcc.....

Hat jemand eine Idee? --- Danke...

EDIT: mit

Code:
modprobe -rf e1000e
kann ich die ominösen Prozesse abschalten, ABER Kabelnetzwerk ist weiterhin tot (bis auf die Lampen). Vielleicht kann jemand diese Info zum Problemverständnis nutzen.

EDIT2: Es gab eine einfache Lösung: Netzstecker ziehen und wieder reinstecken!!! Jetzt sind die Prozesse wieder im Promillebereich, und eth0 geht auch wieder....... rätsel :confused:
 
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